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Marschiert in die nächste Pokalrunde: Ali Sürer vom TVP. Foto: J. Keller, Archiv
Marschiert in die nächste Pokalrunde: Ali Sürer vom TVP. Foto: J. Keller, Archiv © Jürgen Keller
24.09.2017

Rugby-Pokal: Titelverteidiger TV Pforzheim schlägt FC St. Pauli

Hamburg/Pforzheim. Der amtierende deutsche Rugby-Pokalsieger TV Pforzheim bleibt auf Kurs Titelverteidigung. In der zweiten Runde des DRV-Pokals, in dem zum ersten Mal der Bundesligist TVP zum Einsatz kam, gab es einen 43:17-Sieg beim FC St. Pauli.

Nachdem sich die Pforzheimer „Rhinos“ nach etlichen Abgängen erst spät als Mannschaft gefunden und dem entsprechend den Bundesliga-Start gegen die RG Heidelberg verpatzt haben, scheint sich der TVP allmählich wieder als eingespieltes Team zu präsentieren. Coach John Willis hat mit dem Neuaufbau von Mannschaften ja bislang noch in jeder Saison seine Erfahrungen sammeln müssen und kann bereits Erfolge verzeichnen. Mannschaftliche Geschlossenheit und ein hohes Maß an Routine in der Verbindung aller Teamteile und in den Spielzügen lautet sein Ziel. Sein Motto: „Die einfachen Dinge müssen richtig gemacht werden.“

Beim FC St. Pauli war davon in vielen Phasen schon einiges zu sehen, auch wenn einige Pforzheimer gegen den Bundesliga-Absteiger und Zweitliga-Tabellenführer immer wieder durch überraschende Aktionen und famose Einzelleistungen glänzen konnten. „Der Teamgeist hat gestimmt. Der Einsatzwille war hoch“, bilanziert Willis. Und das musste auch so sein, denn die Hamburger verkauften sich teuer und boten das ganze Spiel hinweg eine hohe kämpferische Leistung. „Wir haben aber gut dagegen gehalten“, freute sich Willis am Ende eines anstrengenden Spiels.

Schon nach 30 Minuten stand es 28:5 für den Pokalsieger vom April 2017. Das Ergebnis darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die früh in Schwung gekommenen Pforzheimer dieses Resultat hart erarbeiten mussten. Danach hatte die Abwehr die Hamburger weitgehend im Griff, musste aber trotzdem noch zwei Versuche des FC St. Pauli hinnehmen. Gegen Ende des Spiels sah es so aus, als würde die lange Anfahrt nicht ganz spurlos am 18-Mann-Kader des TVP vorübergegangen sein.

„Am Ende machten unsere spielerischen Fähigkeiten und unsere Kaltblütigkeit beim Ausnutzen der Chancen für einen möglichen Versuch den Unterschied zum FC St. Pauli aus, der uns mit viel Mut, Kampfgeist und Leistungswillen herausforderte“, sagte Willis. Es sei schwer für ihn, einzelne Spieler herauszupicken und extra zu loben, denn alle hätten gut gespielt und sich gegenseitig bedingungslos unterstützt. Aber, so der TVP-Coach: „Der einzige negative Punkt ist die Rote Karte für Neuzugang Josh Gando, der zum Spielende hin wegen eines gefährlichen Tackles vom Platz musste.“ Der wieselflinke Sprinter aus Simbabwe wird ihm in den nächsten Spielen fehlen.

TVP-Versuche:

Rob May (2), Sven Keleman, Luke Wakefield, Antipas Kamwindo, Ali Sürer, Kelvin de Bruyn

TVP-Kicks:

Samj Harris, 4 von 7 Erhöhungskicks

Die dritte Runde im DRV-Pokal, die zugleich auch schon das Viertelfinale bedeutet, findet erst am 9. Juni 2017 statt.

Die nächsten drei Bundesligaspiele muss der TV Pforzheim auswärts antreten: Am 3. Oktober beim SC Frankfurt, am 8. Oktober beim SC Neuenheim und am 21. Oktober beim RK Heusenstamm.

Das nächste Heimspiel des TV Pforzheim im SüdwestEnergiestadion am Rattachweg in Pforzheim-Eutingen wird am Mittwoch, 1. November um 14 Uhr angepfiffen. Gegner ist der deutsche Meister Heidelberger RK.