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Um seinen Einsatz bei den 7er-Meisterschaften bangt noch der Pforzheimer David Schulz.
Um seinen Einsatz bei den 7er-Meisterschaften bangt noch der Pforzheimer David Schulz. © J. Keller/PZ-Archiv
20.06.2013

Rugby-Team des TV Pforzheim mit hohen Zielen zur deutschen 7er-Meisterschaft

Pforzheim. Nach dem harten Halbfinalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den alten und mittlerweile neuen deutschen Meister Heidelberger RK versucht die Physioabteilung des TV Pforzheim das Rennen gegen die Zeit zu gewinnen, um alle Spieler für die deutschen 7er-Meisterschaften fit zu bekommen. Vergeben wird der Titel in dieser Disziplin, die künftig wieder olympisch sein wird, am Wochenende im hessischen Heusenstamm. Der TVP reist als Titelverteidiger natürlich mit großen Erwartungen zur Endrunde und will den Titel wieder in die Goldstadt holen.

Dabei müssen die Pforzheimer allerdings auf einen ihrer besten Spieler verzichten. Der simbabwische 7er-Nationalspieler und Supersprinter Manasah Sita wird für sein Land bei den Rugbyweltmeisterschaften im 7er vom 28. bis 30. Juni in Moskau an den Start gehen, ist deshalb zur Vorbereitung in sein Heimatland gereist.

Neue Therapiemaschine

Um die restlichen Spieler rechtzeitig fit zu bekommen, hat ein neuer Sponsor des TV Pforzheim, die Laserneedle GmbH, dem Physioteam eine Lasertherapiemaschine zur Verfügung gestellt. Mit dem Gerät soll die Regeneration von Muskelgewebe unterstützt und Schmerzen gelindert. Speziell Sidney Brenner, der im letzten Jahr mit den 7er-Titel erspielte, plagt sich noch mit einem Muskelfaserriss in der Wade und hofft bis zum Wochenende fit zu werden. Aber auch der schnelle Außendreiviertel und 7er-Spezialist David Schulz, der erst in dieser Saison zum TV Pforzheim wechselte, hofft, trotz seiner Knöchelverletzung bis zum Wochenende wieder fit zu sein.

Die Belastung für die Spieler ist bei den 7er-Meisterschaften eine ganz andere wie beim 15er-Rugby. Da ist vor allem eine gute Kondition gefragt. 2012 gab es zunächst vier Vierergruppen, danach Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Gespielt werden immer sieben Minuten pro Halbzeit mit einer einminütigen Halbzeitpause auf einem normalen Rugbyfeld mit sieben Spielern je Mannschaft. Das Finale dauert 2 x 10 Minuten.

Durch den größeren Raum, der den Spielern zur Verfügung steht, müssen sie vor allem in der Verteidigung geschlossen zusammenarbeiten. Ein verpasster Tackle wird meist direkt mit Punkten bestraft, da die Verteidigungslinie dann durchbrochen ist.