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Premiere: Die Spieler des TV Pforzheim (gün-weiße Trikots) wollen auch im europäischen Pokalwettbewerb kräftig zupacken. Foto: PZ-Archiv, Keller
19.09.2012

Rugby-Team vertritt Pforzheim in Europa

Die Rugbyspieler des TV Pforzheim spielen am Samstag zum ersten Mal im international besetzten North Sea Cup mit. Gegner im Stadion am Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen ist der belgische Erstligist Dendermondse RC.

Bildergalerie: Rugby Bundesliga: TVP besiegt Heidelberger TV mit 99:8

Am kommenden Samstag ist es soweit: Die Rugby-Mannschaft des TV Pforzheim vertritt zum ersten Mal die Stadt Pforzheim im europäischen Pokalwettbewerb, dem North Sea Cup. Zu Gast im Eutinger Stadion ist die belgische Mannschaft Dendermondse RC, Ankick ist um 15.00 Uhr.

Bereits Anfang Juni 2011 konstituierte sich das Organisationskomitee zur Einführung des Rugby-Europa-Cups für Vereinsmannschaften. Im Vorfeld war lange über das geplante Format diskutiert worden, aus Kosten- und Zeitgründen ist damals der Entschluss gefallen, die erste Auflage mit sechs Teams aus drei Nationen – Belgien, Niederlande und Deutschland – zu spielen. Ein erstes Konzept hatte einen Modus mit zwölf Teams vorgesehen. Dieses Jahr sind es nun zehn Mannschaften aus den drei Nationen. Die Finalisten des North Sea Cup spielen am Ende gegen die Finalisten des Baltic Cups und des Balkan Cups um den Titel des European Rugby Club Champions.

Finanzen spielen nicht mit

Ganz neu ist die Idee nicht, schon Ende der 90-er Jahre und Anfang des neuen Millenniums war der Europacup mit Vertretern aus Belgien, Niederlande und Deutschland ausgetragen worden, dann aber, obwohl sportlich durchaus attraktiv, aus finanziellen Gründen wieder eingestellt worden. Für Deutschland starten dieses Jahr der Deutsche Meister Heidelberger RK, Vizemeister TV Pforzheim, der Drittplatzierte SC 1880 Frankfurt und der Viertplatzierte SC Neuenheim. Neben den vier deutschen Vertretern spielen der belgische Meister Kituro-Schaerbeck und der Ligazweite Boitsfort RC, die Holländer werden durch eine nord- und eine südholländische Auswahl vertreten. Komplementiert werden die zehn Teams durch den Dendermondse RC und RC Frameries (beide Belgien).

Der Spielplan des Euro-Cups sieht fünf Spieltage von September bis April vor und soll möglichst verträglich zum in dieser Zeit ohnehin prall gefüllten Spielkalender der Bundesliga und der Nationalmannschaften integriert werden. Die teilnehmenden Vereine müssen sich unter Umständen auf die ein oder andere zusätzliche Englische Woche einstellen.

Die Pforzheimer müssen zum Auftakt gegen den Dendermondse RC, der derzeit im Mittelfeld der belgischen Ersten Liga rangiert, antreten. Bislang konnte der TVP, aktuell Dritter der Bundesliga Süd, keines seiner beiden Heimspiele gewinnen. Auswärts dagegen gab es zwei Siege in zwei Spielen. Und nun kommt ein belgisches Team, dessen Stärke man nicht richtig einschätzen kann. Keine leichte Aufgabe also für die Mannschaft des neuen Trainers John Willis, der nach den vielen verlorenen Stammspielern aus den zahlreichen Neuzugängen erst noch eine Mannschaft formen muss. Keine leichte Aufgabe, denn immer mehr plagen die Pforzheimer in dieser Saison große Verletzungssorgen.

Spielmacher verletzt

So sind nun nach der Liga-Begegnung gegen RG Heidelberg mittlerweile auch noch der Spielmacher Russell Kupa, Aidan Winter und Marian Butugan angeschlagen. Pausieren müssen derzeit außerdem die Verletzten Carlos-Soteras Merz, Fabian Broughton, Alin Popoiu und der Langzeitverletzte Manasah Sita. Wer am Wochenende im Europa-Cup auflaufen wird, dürfte sich wohl erst kurzfristig entscheiden.