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Die Neuzugänge des TV 34 Pforzheim, hinten von links: Manusah Sita, Rob May, Josh Fisiiahi, John Willis, Shannon Fullen, Markus Bachofer; vorne von links: Ionel Opera,David Schulz, Aidan Winter. Es fehlt: Sidney Brenner.  Becker
Die Neuzugänge des TV 34 Pforzheim, hinten von links: Manusah Sita, Rob May, Josh Fisiiahi, John Willis, Shannon Fullen, Markus Bachofer; vorne von links: Ionel Opera,David Schulz, Aidan Winter. Es fehlt: Sidney Brenner. Becker
22.08.2012

Rugbycracks des TVP wollen das Double

Das gut verstärkte Team träumt von zwei deutschen Meisterschaften.Neuer Trainer, neue Spieler und neuer Modus in der Bundesliga.

Die Rugbymannschaft des TV Pforzheim steht kurz vor der zweiten Saison in ihrer neuen Spielstätte am Rattachweg in Eutingen. Zufrieden blicken die Verantwortlichen auf eine erfolgreiche Saison als Bundesliganeuling zurück. In der vergangenen Spielzeit konnte der TVP nämlich erst beim Spiel um die deutsche Meisterschaft im 15er-Rugby durch den Heidelberger RK gestoppt werden. Danach gewann der TVP aber die deutsche Meisterschaft im 7er-Rugby und konnte somit den ersten nationalen Titel der Vereinsgeschichte feiern.

Neue Herausforderungen

Durch die guten Leistungen in der Vorsaison hat der TVP sich für den Europacup qualifiziert und wird so neben den Bundesligaspielen zunächst auf internationale Gegner aus Belgien, Holland und Deutschland treffen. Des Weiteren haben sich die Pforzheimer durch den Gewinn der deutschen 7er Meisterschaft für die Vereins-Europameisterschaften im 7er-Rugby in Moskau qualifiziert.

Aber auch in der Bundesliga stehen die Pforzheimer vor neuen Herausforderungen. Das bisher eingleisige Oberhaus wird von zuvor 10 auf 24 Mannschaften aufgestockt. Künftig ist die Bundesliga nach regionalem Aspekt in die vier Staffeln Nord, Süd, Ost und West eingeteilt. Ab dem 25. August werden zunächst in einer einfachen Runde die Platzierungen eins bis sechs ausgespielt. Die besten vier Mannschaften jeder Gruppe kämpfen anschließend in einer Qualifikationsrunde mit Hin- und Rückspielen um die deutsche Meisterschaft. Ziel der Reform ist die Schaffung einer breiteren nationalen sportlichen Spitze, um das deutsche Rugby auf internationalem Parkett konkurrenzfähiger zu gestalten.

Beim TV Pforzheim sieht man sich als einen der Gewinner dieser Reform. Durch die Einteilung der Gruppen ist bereits ab dem ersten Spieltag jede Begegnung ein kleines Finale. Die Pforzheimer Qualifikationsgruppe ist mit dem Auftaktgegner TSV Handschuhsheim mit der RG Heidelberg, dem SC Neuenheim und deutschen Meister Heidelberger RK mit den besten Mannschaften besetzt, die das deutsche Rugby in den letzten Jahren zu bieten hatte.

Trotz der Doppelbelastung durch Bundesliga und Europapokal wurden auch für diese Saison hohe Ziele gesteckt. So wollen die Pforzheimer dieses Jahr ein Dou-ble schaffen. Die deutsche Meisterschaft im 15er-Rugby gewinnen und im 7er Rugby verteidigen. Des Weiteren will der TV Pforzheim auch auf europäischer Ebene zumindest vorne mitspielen.

Die Pforzheimer Mannschaft steht vor einem kleinen Umbruch, Etliche Stammspieler sing gegangen. Doch die Neuen haben es in sich. Mit Markus Bachofer und Shannon Fullen kommen zwei Talente aus Stuttgart. Auch Sidney Brenner vom Meister Heidelberger RK wird in der kommenden Saison grün-weiß tragen.

Außerdem konnten mit Rob May (erfolgreichster Punktesammler, 15 Versuche, vom Ligarivalen Handschuhsheim) und dem zimbabwischen Nationalspieler Manasah Sita (erfolgreichster Punktesammler, 13 Versuche, vom Ligarivalen SC Neuenheim) zwei Hochkaräter nach Pforzheim geholt werden. Auch der Erste-Reihe-Stürmer Michal Jablonski von der RG Heidelberg kommt in den Nordschwarzwald. Mit David Schulz stößt eines der größten Talente aus Hannover zur Pforzheimer Mannschaft.

Der frühere rumänische Nationalspieler Ionel Opera kommt ebenso wie Aidan Winter, ein Allrounder für Sturm- und Hintermannschaft. Über die Kontakte des langjährigen Spielertrainers Russell Kupa konnte mit Josh Fisiiahi ein U20-Nationalspieler aus Tonga nach Pforzheim gelotst werden. Komplettiert werden die Neuzugänge durch den neuen Head-Coach und Spielertrainer John Willis. Der gebürtige 33-jährige Neuseeländer hat als Spieler internationale Erfahrung auf Top-Niveau gesammelt.

Nach zahlreichen Stationen als Assistenztrainer und im Jugendbereich ist Pforzheim nun seine erste Adresse als Head-Coach einer Männer-Mannschaft.

Auch der bisherige Trainer Lofty Stevenson, der in der Rückrunde kurzfristig verpflichtet wurde, wird dem TVP in der kommenden Saison weiterhin beratend zur Verfügung stehen.