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Glaubt an die Stärke seiner Mannschaft: TVP-Coach John Willis. Foto: J. Keller, PZ-Archiv
Glaubt an die Stärke seiner Mannschaft: TVP-Coach John Willis. Foto: J. Keller, PZ-Archiv
29.09.2016

Rugbymeister TV Pforzheim will beim SC Neuenheim keine Schwäche zeigen

Pforzheim. „Immer wenn wir beim SC Neuenheim spielen, scheint es so, als würde denen in den 80 Minuten ein Arm und ein Bein mehr wachsen, mit dem sie uns das Leben schwer machen.“ John Willis, Trainer des deutschen Rugbymeisters TV Pforzheim, hat schon mehrmals in der Bundesliga Süd/West erfahren müssen, wie mühsam es ist, beim SCN zu gewinnen. Aber genau das will er mit seinen TVP-Rhinos am kommenden Samstag, 16 Uhr in Heidelberg wiederholen.

Die Ausgangslage ist klar: Die Pforzheimer kommen als amtierender Meister und ungeschlagener Tabellenführer zum SCN. Die Neuenheimer konnten bislang nur gegen Aufsteiger RC Luxemburg relativ knapp gewinnen. Das sieht auf dem Papier nach einer einseitigen Sache aus, doch TVP-Teammanager Jens Poff warnt: „Die Neuenheimer sind ein unangenehmer Gegner, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf.“ Auch Willis weiß: Der SCN will niedergerungen werden. „Das ist ein körperlich starkes Team, das mutig den harten Körperkontakt sucht und bis zum Abpfiff stets alles gibt“, so Willis. Und: Wenn man der Hintermannschaft Zeit und Raum lasse, könnten die Neuenheimer Probleme bereiten.

Gegen so viel geballte Kraft müsse sich der Pforzheimer Sturm von der ersten Minute an kollektiv und konzentriert stemmen, um die Oberhand zu gewinnen, erklärt der TVP-Coach. Das hat in den vergangenen Spielen nicht immer funktioniert. Von mannschaftlicher Geschlossenheit und blinder Routine war zumeist erst in der zweiten Halbzeit etwas zu sehen. Das in vielen Teilen neu zusammengestellte Team muss sich erst noch einspielen, um taktische Varianten und Spielzüge automatisch ablaufen lassen zu können. So war es oft die pfeilschnelle Hintermannschaft, die mit individueller Klasse Lücken in der gegnerischen Abwehr eiskalt auszunutzen verstand. Ein dominantes Sturmspiel vom Anpfiff an muss sich beim TVP erst noch einstellen.

„Wenn jeder für jeden spielt, wenn wir als geschlossene Mannschaft auftreten, können wir gewinnen“, sagt Willis. Hoffnungsvoll stimmt ihn auch, dass er bis auf Matthew Bressons und Lee Murray keine Ausfälle zu verzeichnen hat, wobei hinter dem Einsatz von Samj Harris noch ein Fragezeichen steht. Vor dem nächsten Heimspiel am 8. Oktober gegen den Serienmeister der letzten Jahre, den Heidelberger RK, würde der TVP nur ungern Schwächen zeigen. In diesem Spiel, das in den vergangenen fünf Jahren viermal die Finalpaarung war, treffen die beiden besten deutschen Mannschaften der 2010er-Jahre aufeinander. Ein Sieg beim SC Neuenheim wäre eine gute Empfehlung für dieses Bundesliga-Topmatch.

Rugby-Bundesliga Süd/West – Runde 4

24.09., 14 Uhr - SC 1880 Frankfurt 21:12 RK Heusenstamm

1.10., 14 Uhr - RG Heidelberg - RC Luxemburg

1.10., 16 Uhr - SC Neuenheim – TV Pforzheim

2.10., 14 Uhr - TSV Hanschuhsheim - Heidelberger RK

Nächstes TVP-Heimspiel: Samstag, 8. Oktober, 14 Uhr, TV Pforzheim - Heidelberger RK, SüdwestEnergie-Stadion, Rattachweg 46 in Pforzheim-Eutingen

Rugby-Bundesliga Süd/West

 

 

Spiele

Punkte

+ / -

1

TV Pforzheim

3

15

+107

2

SC Frankfurt 1880

4

13

+15

3

Heidelberger RK

3

11

+48

4

RG Heidelberg

3

9

+19

5

SC Neuenheim

3

5

-26

6

RK Heusenstamm

4

5

-34

7

TSV Handschuhsheim

3

4

-100

8

RC Luxemburg

3

2

-29