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Hoch hinaus:  Die Rugbycracks des TV Pforzheim (links) waren in dieser Saison von keinem Gegner aufzuhalten.
Hoch hinaus: Die Rugbycracks des TV Pforzheim (links) waren in dieser Saison von keinem Gegner aufzuhalten. © Gössele, PZ-Archiv
18.04.2011

Rugbyteam des TVP steigt in die 1. Bundesliga auf

PFORZHEIM. Es ist vollbracht: Durch einen hart erkämpften 26:13-Sieg beim härtesten Verfolger RC Luxemburg hat der TV Pforzheim den Aufstieg in die 1. Rugby-Bundesliga schon drei Spieltage vor Schluss perfekt gemacht.

Damit liegen die Pforzheimer Rugbycracks mit 75 Punkten uneinholbar an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Süd. Luxemburg könnte maximal noch 70 Punkte erreichen. Und nicht nur das: Die Pforzheimer haben mit bis jetzt 1019 erzielten Spielpunkten einen Rekord aufgestellt, den sie in den verbleibenden drei Spielen noch ausbauen wollen.

Viele verletzte Spieler

Mit Verletzungssorgen, aber hoch motiviert, trafen die Goldstädter am Stadion in Luxemburg ein. Bis kurz vor Spielbeginn musste man aufgrund der vielen angeschlagenen Spieler auf manchen Positionen abwarten, um die finale Aufstellung zu nominieren. Das Spiel begann rasant und die Goldstädter mussten bereits nach fünf Minuten mit Uwe Herrmann ihren ersten Spieler vom Platz nehmen. Ihn ersetzte der ebenfalls angeschlagene Alin Popoui.

Die beiden Mannschaften schenkten sich in den ersten 20 Minuten nichts und lieferten den Zuschauern eine harte, aber faire Partie. Nach 23 Minuten gingen die Gastgeber mit 5:0 in Führung. Zum ersten Mal in dieser Saison gerieten die Pforzheimer in Rückstand. Die mitgereisten Fans befürchteten Schlimmes. Doch es sollte alles anders kommen. In der 30. Minute kickten die Pforzheimer einen Strafritt zur Gasse, kurz vor das gegnerische Malfeld. In einer Teamleistung schoben die Pforzheimer Stürmer die Gastgeber über die Linie und Simon Shearer legte zum 5:5 ab. In der 38. Minute zeigte der in dieser Saison für die Pforzheimer unersetzliche Spielmacher Russell Kupa wieder einmal sein ganzes Können. Zunächst setzte er seinen Mitspieler durch einen Pass hinter dem Rücken in Szene, erhielt wieder den Ball und tanzte mehrere Gegner aus, bevor er im Malfeld zum 10:5 ablegen konnte. Alex Jessop erhöhte auf 12:5.

Nach der Pause ging es so weiter wie vor der Halbzeit. Beide Teams kamen immer wieder gefährlich nahe vor die gegnerischen Malfelder, konnten die Angriffe aber durch gute Tacklings unterbinden. In der 55. Minute zeigte die Pforzheimer Hintermannschaft ihr Können und Alex Jessop legte nach einem erfolgreichen Angriff zum 17:5 ab. Anschließend erhöhte er selbst auf 19:5.

Strafe für den Kapitän

In der 70. Minute war es erneut der Pforzheimer Spielmacher Russel Kupa, der nach gutem Zusammenspiel in der Hintermannschaft zum 24:8 ablegen konnte. Jessop erhöhte erneut auf 26:8. Fünf Minuten später traf der Schiedsrichter eine ziemlich zweifelhafte Entscheidung und gab dem Pforzheimer Kapitän Manuel Ballarin eine Zeitstrafe wegen angeblich erneutem Abseitsspiel. Auch in Unterzahl kämpften die Goldstädter unaufhörlich. In der Nachspielzeit kamen die Luxemburger noch mal zu einem Versuch und markierten damit den 13:26-Endstand.

Der Jubel auf Pforzheimer Seite war groß, das Saisonziel ist erreicht. Doch man hat sich bereits ein neues Ziel gesetzt: Die Saison mit einer weißen Weste beenden und die restlichen drei Spiele gewinnen.

Aufstiegsfeier

In dieser Woche können die Pforzheimer ihre Verletzungen auskurieren, da am Osterwochenende kein Spiel ansteht. Am Samstag, 30. April, findet dann das letzte Heimspiel in dieser Saison gegen die RG Heidelberg statt. Dazu will die Mannschaft alle Fans und Sponsoren einladen, um anschließend gemeinsam den Aufstieg feiern zu können. pm

TV Pforzheim: Trandafir, Shaw, Zeithammel (62. Boylan), Shearer (74. Tasic), Jargstorff (74. Kielnecker), Ballarin, Rosljakov (57. Vidovic), Lehauli, Jessop, Kupa, Weber, Broughton (70.Scholz), Herrmann (5. Popoui), Voinea (83. Kämpfer), Inia