nach oben
Dürfen sich über einen Auswärtspunkt freuen: Die Spieler des FC Nöttingen.
Dürfen sich über einen Auswärtspunkt freuen: Die Spieler des FC Nöttingen. © Becker/PZ-Archiv
20.10.2016

Ruhe beim FC Nöttingen – trotz Misserfolg in der Regionalliga

Fünf Spiele in Folge hat der FC Nöttingen zuletzt in der Fußball-Regionalliga Südwest verloren. Der Aufsteiger ziert mittlerweile mit einigem Abstand zu den Nichtabstiegs-Rängen das Tabellenende. Doch im Verein herrscht Ruhe. „Es gibt keinen Grund zur Unruhe“, sagt der Vorstandsvorsitzende Dirk Steidl. Kein Aktionismus also wie im Jahre 2004, als der FC Nöttingen erstmals in die damalige Regionalliga Süd aufgestiegen war und noch in der Vorrunde – als Tabellenletzter – seinen Trainer Gerd Dais entließ. „Das war ein Fehler“, räumt Steidl rückblickend ein. Nöttingen stieg seinerzeit trotzdem ab.

Der derzeitige Trainer Dubravko Kolinger ist sehr entspannt. „Wir wussten doch, was auf uns zukommt. Wir können die Regionalliga richtig einschätzen. Wir spielen Woche für Woche gegen Profimannschaften. Wir arbeiten ganz normal weiter.“

Gegen eine Profimannschaft müssen die Nöttinger auch am Freitagabend wieder ran. Um 19.00 Uhr gastieren die Stuttgarter Kickers im Panoramastadion. Bei den „Blauen“ rumort es mächtig. Sportchef Michael Zeyer ist überraschend zurückgetreten. Die Stuttgarter Mannschaft von Chef-Trainer Alfred Kaminski steht gewaltig unter Druck. Bei Schlusslicht Nöttingen darf auf gar keinen Fall verloren werden, heißt es in den einschlägigen Fan-Foren.

Es wird also ein heißer Tanz für die Feierabendfußballer aus Remchingen gegen die Profis aus der Landeshauptstadt. Die Kickers sind – trotz ihrer sportlich durchwachsenen Bilanz – auswärts noch ungeschlagen. Im Angriff ist vor allem der torgefährliche Mijo Tunjic zu beachten. Ein Neuzugang und Schlüsselspieler im Kader ist auch Daniel Schulz, der vom Zweitligisten SV Sandhausen an den Neckar gewechselt ist.

Beim FC Nöttingen fallen Mario Bilger und Niklas Kolbe weiter verletzt aus. Niklas Hecht-Zirpel, Michael Schürg und Felix Zachmann, die beim jüngsten 0:3 in Trier fehlten, sind indessen wieder im Training und können wohl auch eingesetzt werden.

„Wir freuen uns sehr auf dieses Spiel. Und wir wollen natürlich gewinnen. Es ist toll für meine Jungs, wenn sie sich mit solchen Mannschaften messen können. Wir freuen uns auch auf die gute Stimmung im Stadion“, so Kolinger. Die Kickers werden mit mehreren Hundert Fans anreisen und Heimspielatmosphäre für ihr Team aufkommen lassen.