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Keltern mit Jasmine Thomas bekommt es im Halbfinale mit den aufstrebenden Marburger Basketballerinnen zu tun. Archiv foto: Becker 

Ruhige Ostertage für die Sterne: Kelterner Basketballerinnen können nach Sieg gegen Halle durchatmen

Keltern/Halle. Bei den Basketballerinnen sind alle vier Play-off-Viertelfinals bereits nach je zwei Spielen erledigt gewesen. Seit Samstagabend steht fest, dass es so etwa nach dem Motto „Und täglich grüßt das Murmeltier“ im Halbfinale zur Begegnung der Rutronik Stars Keltern mit dem BC Marburg kommt. Sterne-Trainer Christian Hergenröther stellt rückblickend fest, dass das Team aus Hessen quasi Kelterns angestammter Halbfinalgegner ist. Am kommenden Sonntag messen sich die Teams zunächst in der Dietlinger Speiterling-Halle – voraussichtlich um 16 Uhr. Am folgenden Freitag wird in Marburg gespielt. Sollte eine dritte Partie nötig sein, hätte Keltern am Sonntag, 18. April, noch einmal die Gastgeberrolle. Der deutsche Meistertitel soll spätestens am Sonntag, 2. Mai, vergeben werden – nach einer Finalserie, bei der dann drei Siege nötig sind.

Zwei sehr starke Viertel in Halle

Vorzeitig das Halbfinale erreicht hat Keltern, da gegen die Gisa Lions SV Halle einem Heimsieg (79:63) ein Auswärtserfolg folgte. Beim 72:64 am Samstag in Sachsen-Anhalt liebäugelte der Gegner bis zuletzt mit einer Überraschung, auch wenn Hergenröther in der Schlussphase nicht zitterte. Nach dem zweiten war auch das dritte Viertel nach Wunsch des Kelterner Trainers gelaufen: „Das war Keltern-Energie und Basketball wie wir es wollen.“

Der erste Spielabschnitt hingegen war an Halle gegangen. „Da mussten die Motoren erstmal richtig heiß laufen“, sagte der 34-jährige Sterne-Coach. Ungünstig war aus Hergenröthers Sicht, dass er auf eine „sehr, sehr enge Rotation“ setzen musste.

"Das war Keltern-Energie und Basketball wie wir es wollen."

Nach dem zweiten war auch das dritte Viertel nach Wunsch des Kelterner Trainers Christian Hergenröther gelaufen.

Da es nicht gelang, Halle im zweiten Spiel frühzeitig zu distanzieren, spielten die Stammkräfte teilweise über 30 Minuten. „Es war spannender, als es hätte sein müssen“, hielt Hergenröther schließlich fest.

Mit Alexandra Kiss-Rusk, Krystal Vaughn, Sanja Mandic, Emanuella Mayombo und Jasmin Thomas setzte Hergenröther zu Beginn der Partie die selben fünf Spielerinnen ein, wie im Heimspiel gegen Halle. Was Krystal Vaughn angeht, nimmt der Trainer an, dass sie noch nicht an ein Karriereende denkt. Hinter den Jungen brauche sie sich auf jeden Fall nicht zu verstecken. Grundsätzlich wäre Hergenröther auch froh, wenn wie vor einem Jahr viele bleiben würden. Doch das Personalpuzzle für die weitere Zukunft muss erst einmal zurückstehen. Auch was den Meistertrainer angeht, wird erst nach Saisonende Klarheit herrschen.

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Zwei Tage war trainingsfrei

Zunächst einmal will es Hergenröther nach zwei freien Tagen an diesem Dienstag bei Krafttraining belassen. Klar ist für ihn auf jeden Fall, dass Marburg im Kommen ist. Was den bisherigen Saisonverlauf angeht, hat das Team aus der Universitätsstadt zwei Gesichter gezeigt. Nach Corona-Problemen zu Beginn und einem Trainerwechsel hat sich Marburg bis zum Ende der Hauptrunde auf Platz vier nach vorne gearbeitet und nun also auch das Halbfinale erreicht – im Gegensatz zum Hauptrunden-Zweiten TSV Wasserburg.

Marburg ist eine harte Nuss

„Der Pluspunkt für Marburg ist gerade, dass sie einen sehr guten Rhythmus haben. Sie spielen physisch und mit sehr viel Energie“, sagt Hergenröther über den nächsten Gegner. Während sich bei Keltern mehr unter dem Korb abspiele, versuche Marburg öfter von außen zum Erfolg zu kommen. Beide Punktspiele diese Saison hat Hergenröthers Team gewonnen, nach der Auswärtspartie hatten die Sterne aber nur einen Punkt mehr aufzuweisen: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in der Halbfinal-Serie an unser Maximum herangehen müssen, um die zu gewinnen.“

Keltern: Kiss-Rusk 20, Vaughn 2, Mandic 8, Mayombo 12, Thomas 17, Nawezhi 4, Deura 5, Cvitkovic 4, Pavic, Pokk, Pulk, Mingo

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Ralf Kohler

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