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Auf und davon: Wenn die Kelternerin Jasemine Thomas einmal loslegte, war sie kaum zu stoppen. Foto: Hennrich
Auf und davon: Wenn die Kelternerin Jasemine Thomas einmal loslegte, war sie kaum zu stoppen. Foto: Hennrich
09.10.2016

Rutronik Stars Keltern: EuroCup-Rückspiel kann kommen

Motivation macht manchmal müde Mädchen munter. Christian Hergenröther, der Trainer der Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern, fand in der Halbzeitpause der Bundesligapartie gegen die ChemCats Chemnitz deutliche Worte. Weniger der Zwischenstand mit der knappen 32:26-Führung sorgte für Kabinen-Kritik, sondern vielmehr die Art und Weise wie sich seine Korbjägerinnen zunächst anstellten.

„Die waren in der ersten Hälfte müde und die ersten Angriffe sahen komisch aus. Ich habe den Mädchen gesagt, dass sie sich vor eigenem Publikum anders präsentieren und Gas geben müssen.“ Diese Mahnung verfehlte ihre Wirkung nicht. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Rutronik Stars in der Dietlinger Speiterlinghalle zur gewohnten Form, bauten ihre Führung Punkt um Punkt aus und triumphierten deutlich mit 75:52 Körben. Eine gelungene Generalprobe vor der Abfahrt morgen Abend nach Brünn. In Tschechien findet am Mittwochabend das Rückspiel in der EuroCup-Qualifikation statt.

Sachsen nur anfangs stark

In den ersten vier bis fünf Minuten hielten die Sachsen noch mit, vor allem dank ihrer überragenden Akteurin Merrit Hempe. Die 26-jährige US-Amerikanerin versenkte nahezu jeden Ball im Netz und entpuppte sich auch am Ende mit 21 Punkten als überragende Scorerin auf dem gesamten Spielfeld. Dennoch war Coach Hergenröther nicht unzufrieden. „Wir haben versucht, die zweite Top-Scorerin Maegan Conwright ein bisschen aus dem Spiel zu nehmen.“ Das gelang vortrefflich. Mit nur sechs Punkten war sie sogar noch schlechter als die dritte Amerikanerin der ChemCats, Valerie Rosie McQuade, die zehn Körbe erzielte.

Dreigestirn punktet kräftig

Doch das war alles nichts gegen die schnellen Kelterner Angriffe und die nie auszurechnenden Jasemine Thomas (14 Punkte), Marina Markovic und Emannuella Mayombo (je 10), die vor allem in den zweiten 20 Minuten geradezu aufblühten und die Fans begeisterten. Vor allem die quirlige Thomas wirbelte nach Belieben durch die gegnerischen Reihen und war vor dem Korb kaum zu stoppen. „Alle haben gepunktet, das war eine starke Teamleistung“, freute sich der Trainer. Das sah auch das überragende US-Girl Jasemine Thomas so: „Meine eigene Leistung ist dann gut, wenn die gesamte Mannschaft gut ist.“ Vor der Abfahrt nach Brünn zeigte sie sich optimistisch: „Wir sind fit.“