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Selbst die treffsicherste Werferin der Marburgerinnen, Alexandra Kiss-Rusk (links), konnte mit 15 Punkten gegen die überlegenen Kelternerinnen wenig ausrichten. Rechts Mante Kvederaviciute und Kelterns Trainer Christian Hergenröther. Foto: Ripberger
Selbst die treffsicherste Werferin der Marburgerinnen, Alexandra Kiss-Rusk (links), konnte mit 15 Punkten gegen die überlegenen Kelternerinnen wenig ausrichten. Rechts Mante Kvederaviciute und Kelterns Trainer Christian Hergenröther. Foto: Ripberger
Mit breiter Brust trat die erfolgreichste Punktesammlerin der Partie, Kelterns Wurf-Ass Ezinne Kalu (links), gegen Marburg an. Stolze 22 Punkte standen auf ihrem Konto. Gebannt und gespannt sind ihre Teamkolleginnen bei der Sache. Foto: Ripberger
Mit breiter Brust trat die erfolgreichste Punktesammlerin der Partie, Kelterns Wurf-Ass Ezinne Kalu (links), gegen Marburg an. Stolze 22 Punkte standen auf ihrem Konto. Gebannt und gespannt sind ihre Teamkolleginnen bei der Sache. Foto: Ripberger
14.04.2019

Rutronik Stars Keltern haben das DM-Finale dicht vor den Augen

Keltern-Dietlingen. Wer im Halbfinal-Hinspiel um die deutsche Basketballmeisterschaft der Damen sein Heimspiel mit 75:61 Punkten für sich entscheidet, könnte sich eigentlich zufrieden zurücklehnen.

Nicht jedoch Christian Hergenröther, der Trainer des Titelverteidigers Rutronik Stars Keltern, nach dem Erfolg gestern Abend in der Dietlinger Speiterlinghalle gegen den BC Pharmaserv Marburg.

Denn Hergenröther ist ein Perfektionist und er weiß nur zu gut, dass im Rückspiel am Mittwoch (19.30 Uhr, sportdeutschland.tv) noch einiges schief gehen kann. Und in der Serie „Best of three“ will er unbedingt eine dritte Partie am Ostersonntag in Dietlingen vermeiden.

Trainer fordert „Intensität“

„In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug“, kritisierte der Coach nicht nur die knappe Führung zu diesem Zeitpunkt von 37:31. „Im dritten Viertel haben wir dann mehr Intensität gesehen“, beruhigte Hergenröther jedoch sofort, als die Kelternerinnen mit 27:12 dominierten. Bei einem Zwischenstand von 64:43 ließ der Spannungsbogen nach. „Die Freiwurf-Quote ist auch nicht das, was wir wollten“, fand der Rutronik-Trainer einen weiteren Punkt, an dem er ansetzen will. Nur 14 von 26 Freiwürfen fanden den Weg in den Korb, was mageren 54 Prozent entspricht. Doch auch Prozente können täuschen: Die Marburger Quote betrug zwar 79 Prozent, allerdings sind elf von 14 Versuchen letztlich eben dennoch weniger. Die Rutronik Stars konnten es sich am Ende sogar leisten, Tempo rauszunehmen und sich für Mittwoch etwas zu schonen.

Kalu nicht zu stoppen

Kelterns überragende Ezinne Kalu mit ihren 22 Punkten brachte die Hessinnen fast zur Verzweiflung, wobei sie unter anderem drei Dreier versenkte. Drei Assists und drei Balleroberungen demonstrierten ebenfalls ihre Stärke. Auf Kim Pierre-Louis war mit 13 Rebounds ebenso Verlass wie auf Jasmine Thomas und Emma Stach, die zwölf Punkte erzielten. „Wenn das ganze Team im Flow ist, geht es fast von selber. Jede hat für jede gespielt“, freute sich Stach.

Wirklich ernsthaft in Gefahr gerieten die Kelternerinnen in keiner Phase. Lediglich zweimal lagen sie mit 2:4 und 6:8 zurück und forcierten immer dann, wenn die Gegnerinnen zur Aufholjagd bliesen. So zogen die Rutronik Stars mit jeweils zehn Zählern am Stück von 22:20 auf 32:20 und von 39:33 auf 49:33 davon. Begeistert waren die rund 350 Zuschauer ebenso wie Kelterns Teammanager Dirk Steidl: „Das war eine tolle Werbung für den Basketball und ein Riesenspiel von beiden Seiten.“

Rutronik Stars Keltern: Thomas 12, Pierre-Louis 4, Deura, Rakovic 9, Schueler 4, Tudanca, Kvederaviciute 4, Kalu 22, Tobin 8, Stach 12.