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15.11.2015

Rutronik Stars Keltern siegen nach furioser Aufholjagd bei Herner TC

Keltern-Dietlingen. „Das ist nicht normal“, waren die ersten Worte einer völlig fassungslosen Marina Steidl. Am Kampfrichtertisch hatte die ehemalige Spielerin der Rutronik Stars Keltern die furiose Aufholjagd ihres Teams gegen den Herner TC hautnah miterlebt. Die Sterne lagen zur Halbzeit mit 23:39, gewannen am Ende aber noch mit 68:59.

„Unglaublich“, „Nicht normal“, „Sensationell“, „Werbung für den Sport in Keltern“, sprudelte es nach der packenden Partie aus den Sterne-Fans heraus. Es war ein unglaubliches Spiel. Dieses begann mit einer Gedenkminute für die Terroropfer in Paris. Nach diesen abscheulichen Anschlägen war es auch vor allem für die aus Paris stammende Magali Mendy kein einfaches Spiel.

Die Sterne starteten schlecht. In den ersten vier Spielminuten gelang kein einziger Korberfolg, was einen Zwischenstand von 0:8 bedeutete. Doch Ana-Maria Kammer und Co kämpften sich zurück und konnten kurz vor Ende des ersten Viertels auf 10:10 ausgleichen. Zwei verwandelte Freiwürfe von A-Nationalspielerin Emina Karic bedeuteten die Zwei-Punkte Führung von Herne nach dem ersten Viertel (12:10). Das zweite Viertel begann so wie das erste. Minutenlang konnten die Sterne keinen Korb erzielen. Erst nach mehr als drei Minuten traf Mara Hjelle per Korbleger zum 12:18.

Die Schützlinge von Head-Coach Christian Hergenröther hatten zu dieser Phase erhebliche Probleme mit der aggressiven Spielweise des Herner TC. Vor allem Sonja Greinacher war zu dieser Zeit ein wichtiger Faktor. Ihr Korbleger brachte nach 16 Spielminuten ihrem Team einen Zwölf-Punkte-Vorsprung (29:17).

Völlig von der Rolle

Unmittelbar danach wurde erneut Magali Mendy hart angegangen, als sie sich aus dieser Situation befreien wollte, gab es sogar ein Foul gegen sie. Als das Sterne-Ass dann auch noch ein technisches Foul wegen Schiedsrichter-Kritik bekam, reagierte die Halle lautstark. Die Gastgeberinnen waren nun völlig von der Rolle, und der starke Herner TC nutzte dies gnadenlos aus. Zur Halbzeit waren es stolze 16 Punkte für den Favoriten.

Nach der Pause sahen die zahlreichen Zuschauer eine völlig andere Mannschaft. Aggressiv und zielstrebig wurde der Rückstand Punkt für Punkt wettgemacht.

Nebenbei stieg die Foulbelastung der Gäste stark an, was sich vor allem am Ende des Spiels als großes Problem darstellen sollte.

Zur Viertelmitte betrug der Rückstand nur noch sechs Punkte (35:41). Herne zeigte nun Nerven und leistete sich zahlreiche Ballverluste. Die Sterne nutzten diese Schwächephase eiskalt aus und gingen durch Freiwürfe von Magali Mendy erstmals mit 44:42 in Führung. Eine tolle Einzelleistung der im Laufe des Spiels immer stärker spielenden Ashlee Guay bescherte den Sternen eine Zwei-Punkte-Führung vor Beginn des letzten Viertels.

In diesem punktete zuerst der HTC. Ashlee Guays erster und einziger Dreier in diesem Spiel zum 49:49 ließ die Halle weiter beben. Mara Hjelle mit einem Korbleger sowie Romina Ciappina per Fast-Break zwangen Hernes Coach Marek Piotrowski zu einer weiteren Auszeit. Doch auch mehr als deutliche Worte des Coaches brachten den HTC nicht mehr ins Spiel zurück. Zu dominant agierten die Sterne in dieser Phase und gewannen am Ende nach einer sensationellen Aufholjagd mit 68:59.

Somit feierten die Sterne in ihrem neunten Bundesliga-Spiel den neunten Sieg.

Rutronik Stars Keltern: Leonie Elbert, Romina Ciappina 5, Ana-Maria Kammer 7, Nadja Prötzig, Ivona Matic, Linn Schüler, Magali Mendy 18, Kendall Kenyon 4, Ashlee Guay 11, Camille Mahlknecht 8 und Mara Hjelle 15.