nach oben
23.10.2015

Rutronik Stars Keltern über Seitenhiebe des nächsten Gegners verärgert

Nördlingen/Keltern. Wenn die Rutronik Stars Keltern in der Basketball-Bundesliga der Frauen am Sonntag bei den Wohnbau Angels der BG Donau/Ries in Nördlingen antreten, gibt es im personellen Sektor vor der Partie Entwarnung. Die zuletzt angeschlagenen Romina Ciappina, Ivona Matic, Mara Hjelle und Magali Mendy sind in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt.Für die Sterne hat sich auch nach den fünf Siegen in den ersten fünf Spielen nichts geändert. Das Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt – der sollte mit acht Erfolgen zu schaffen sein. In Keltern weiß man aber, dass in Nördlingen die Trauben hoch hängen.

Letztes Jahr gehörte die heimstarke Truppe von Trainer Patrick Bär zu den Top 4 der Bundesliga. Top-Scorerinnen bei den Gastgebern sind die vier Amerikanerinnen Alysha Womack, Hillara Sigmon, Sidney Parsons (früher Grüner Stern Keltern) und Heidi Schlegel, die alle bisher durchschnittlich zweistellig punkteten. Beste Deutsche ist Carina Högg mit durchschnittlich sieben Punkten und acht Rebounds.

Mit Befremden hat man in Keltern die Vorberichterstattung zur Partie in Nördlingen zur Kenntnis genommen. Dort wird der Grüne Stern Keltern unter anderem als „ein Verein, der keine Geschichte aufzuweisen hat“ bezeichnet. Das will man bei den Sternen so nicht stehenlassen. „Anscheinend weiß die Basketball-Gemeinschaft Donau-Ries nicht, welche großen Verdienste der Grüne Stern Keltern sich in den über 30 Jahren seines Bestehens, und das nicht nur im Sport, erworben hat. Fast 30 Jahre kümmerte man sich zusätzlich zum Basketball-Sport um die Integration lernschwacher und behinderter Kinder sowie um die Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund“, heißt es im Pressebericht der Stars.

Verwiesen wird auf die zahlreichen Urkunden badischer oder baden-württembergischer Jugendmeisterschaften, die das Büro des Vereinsgründers Heinrich Simon zieren. Aus der Jugendabteilung seien einige Bundesliga-Spieler und Spielerinnen hervorgegangen, darunter Nicolai Simon, der es bis in die deutsche A-Nationalmannschaft geschafft hat.

„Wasser und Wein“

Auch weitere Bemerkungen im Nördlinger Vorbericht empfindet man in Keltern als überflüssige Seitenhiebe. Der Hinweis auf „vier Amerikanerinnen neben fünf europäischen Importspielerinnen“ im Kelterner Kader sei schlichtweg falsch. Es seien nur drei Amerikanerinnen und vier Europäerinnen im Kader. Und wenn Nördlingen selbst vorwiegend mit Ausländerinnen spielen lasse, wirke das wie „Wasser predigen und Wein trinken“.

Leserkommentare (0)