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Foto: Hennrich (Archiv)

Rutronik Stars gehen als Außenseiter ins Playoff-Finale - Glaube an Chance ist da

Keltern. Zum dritten Mal in Folge stehen die Rutronik Stars Keltern im Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft der Frauen. Alleine das ist schon ein Riesenerfolg. Denn im Verlauf der zurückliegenden Hauptrunde erlebte die Mannschaft von Coach Christian Hergenröther so manche unangenehme Überraschung.

Doch allen Verletzungssorgen zum Trotz steigerten sich die Frauen aus Keltern zur rechten Zeit und überstanden Playoff-Viertel- und Halbfinale ohne Niederlage. Das gilt allerdings auch für den Gegner Herner TC, der souverän Erster der Hauptrunde wurde und nebenbei noch den deutschen Pokal gewann.

„Herne geht als Favorit in diese Finalserie. Die Mannschaft ist unheimlich tief und breit besetzt. Und die Mannschaft spielt sehr konstant auf hohem Niveau“, sieht Hergenröther sein Team in der Außenseiterrolle. Wenn man überhaupt eine realistische Chance in dieser Auseinandersetzung im Modus Best of Five haben möchte, dann sollte das erste Spiel am Mittwoch in der Speiterlinghalle in Keltern (19.00 Uhr) gewonnen werden. „Dann ist alles möglich“, glaubt Sterne-Manager Dirk Steidl. Spiel zwei und drei sind am Freitag, 26. April (19.30 Uhr), und am Sonntag, 28. April (16.00 Uhr), jeweils in Herne. Falls nötig ist Spiel vier am Mittwoch, 1. Mai (16.00 Uhr), wieder in Keltern. Spiel fünf wäre am Samstag, 4. Mai (18.00 Uhr), in Herne.

Die Sterne haben den selben Kader zur Verfügung, der sich im Halbfinale gegen Marburg durchgesetzt hat. Außer den Langzeitverletzten Romina Ciappina und Marina Markovic fehlt auch noch Renata Pudlakova. Pudlakova trainiert aber nach einem Bänderriss wieder und könnte im zweiten Spiel eine Option sein.

Viel wird davon abhängen, wie die Sterne mit der Reboundstärke des Gegners zurechtkommen. Denn unter dem Korb ist Herne mit seinen zahlreichen groß gewachsenen Spielerinnen eine Macht. „Wer die Rebounds kontrolliert, wird diese Serie gewinnen“, glaubt Hergenröther, dessen Mannschaft, betrachtet man die Statistiken der Hauptrunde, im Rebound aber auch zu den Besten der Bundesliga zählt. Schlüsselspielerin in Herne ist die Aufbauspielerin Karin Kuijt aus den Niederlanden. Gerade in den bisherigen Playoffs hat sich auch die Italo-Amerikanerin Beatrice Attura, die auch viel für den Spielaufbau bei Herne tut, in den Vordergrund gespielt. Topscorerin in Herne ist die Amerikanerin Jordan Frericks, die es in den 24 Spielen der Hauptrunde auf 310 Punkte brachte. Besser ist hier aber die beste Korbjägerin der Sterne: Kimberley Pierre-Louis schaffte 339 Punkte (immerhin Platz vier nach der Hauptrunde).

Für das erste Finalspiel in Keltern wird es am Mittwoch an der Tageskasse noch ausreichend Tickets geben. Tickets können vorab noch reserviert werden bei Dirk Steidl via E-Mail (dirk.steidl@gmx.de) oder telefonisch (0171/6535225).