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Einmal mehr hat Steffen Krämer im SCP-Trikot die 100-Punkte-Marke geknackt. Foto: J. Keller
Einmal mehr hat Steffen Krämer im SCP-Trikot die 100-Punkte-Marke geknackt. Foto: J. Keller
14.03.2018

SC Pforzheim: Abstiegskampf in Gewichtheber-Bundesliga noch nicht entschieden

Pforzheim. Aus dem erhofften Befreiungsschlag wurde es für die Bundesliga-Gewichtheber des SC Pforzheim nichts. Zu dominant, zu überlegen agierten die Gäste vom KSV Durlach beim Derby in der Sportclub-Halle im Würmtal. Die Goldstadt Löwen verloren deutlich mit 556,6:637,8 Relativpunkten sowie 0:3 Wertungspunkten. Pforzheim bleibt auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Da Schlusslicht KSC Schifferstadt ebenfalls verlor, fällt die Entscheidung am letzten Wettkampftag (7. April).

Dann reisen die Löwen ins bayrische Roding, Schifferstadt empfängt Mutterstadt. Dann entscheidet sich, wer die schwere Last des Abstiegs schultern muss.

Dabei lief es für die Gastgeber gegen Durlach nicht einmal schlecht. Persönliche Bestleistungen von Kevin Schmidt im Reißen (92 kg) und im Stoßen (117 kg) sowie 95,0 Punkte sind Indizien der guten Vorbereitung. Dann begeisterte mit Claudia Gösche ein weiteres Eigengewächs. 71 und 83 kg brachten ihr vorzügliche 80,0 Punkte.

Das Gewichtheben in Pforzheim erlernt hat auch Steffen Krämer. Mit 126 und 155 Kilogramm knackte er zum dritten Mal in kurzer Zeit die 100-Punkte-Marke (101,6). Für Roding hat er sich im Zweikampf die 290 Kilogramm als Ziel gesetzt.

Wenn man technische Brillanz im Gewichtheben erleben will, muss man Tuan Dang gesehen haben. Der knapp 56 kg leichte Ausnahmeathlet holte mit 77 und 107 kg exakt 100 Punkte.

Starker Mann

Unzufrieden war Löwen Topscorer Kamil Kucera mit seiner Leistung im Reißen, wo ihm mit 165 kg nur ein Versuch fehlerfrei gelang. Die Scharte wetzte er aber mit 215 kg im Stoßen mehr als aus. Mit 141,0 Punkten war er Pforzheims Bester, insgesamt hinter Durlachs französischen WM-Dritten Bernadin Kingue Matam (149,0) Zweiter der Wertung.

Ein Problem hatte der SCP auf Position sechs. Hier war war das Comeback von Lukas Cibulka geplant. Der musste aber kurzfristig passen, so dass mit Svenja Grau ein erst siebzehnjähriges Nachwuchstalent in die Bresche sprang. Sie kämpfte bravourös und sicherte dem Team mit 48 und 63 kg immerhin 49,0 Punkte. „Hier müssen wir weiter hart arbeiten. Unser Kader muss sowohl breiter als auch tiefer werden“, macht sich der Sportliche Leiter Gerald Eberle Gedanken über die Zukunft – „egal in welcher Liga!“