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Auf die Rückraumtore Manuel Mönch konnten sich die SG-Handballer beim Auswärtssieg in Bittenfeld bauen.  Foto: PZ-Archiv/Hennrich 

SG Pforzheim: Erst enge Sache, dann einseitige Partie

Bittenfeld/Pforzheim. Auf ihre Abwehrstärke kann sich die SG Pforzheim/Eutingen meist verlassen. So war es auch am Sonntag in der Handball-Oberliga, als die junge Mannschaft von Trainer Alexander Lipps sich mit 28:19 (11:10) beim bislang starken TV Bittenfeld II durchsetzte.

Und das gegen eine Mannschaft, die bislang vor allem mit ihrer hohen Torquote überzeugt hatte und auf Platz zwei lag.

Abwehr umgestellt

Dabei mussten die Pforzheimer kräftig umbauen. Felix Lobedank, Ingo Catak und Jan Strehlau fehlten verletzt, dann fiel auch noch Nicolai Gerstner krank aus. So begann die SG mit Michael Hohnerlein und Nik Wittke im Innenblock – und die beiden machten ihre Sache vor der Pause richtig gut.

Als sich dann Wittke am Fuß verletzte, musste Alexander Lipps die Defensive erneut umstellen. Er ließ nun offensiver verteidigen, mit Spielmacher Julian Broschwitz in der vorgezogenen Position. Und das funktionierte erstaunlicherweise noch besser, weil Broschwitz immer wieder Bälle eroberte, die Pforzheim in leichte Tore ummünzte.

Das erklärt auch, warum es eine ausgesprochen enge erste Halbzeit und eine ausgesprochen einseitige zweite Halbzeit war. Vor der Pause lebten die Pforzheimer vorwiegend von ihrer Defensivstärke und Torhüter Mile Matijevic, der „eine richtig starke Vorstellung“ ablieferte, wie es sein Trainer formuliert. Im Angriff war auf Manuel Mönch Verlass, der aus dem Rückraum effektiv warf, Broschwitz schlug später immer wieder Kapital aus den Balleroberungen.

So setzten sich die Pforzheimer nach der Pause Tor um Tor ab. Nur Bittenfelds Spielmacher Martin Kienzle (früher TGS Pforzheim) hielt jetzt gelegentlich noch mit Toren dagegen. Beim Stand von 25:15 für die SG war die Differenz sogar zweistellig.

Der Sportliche Leiter der SG Pforzheim, Wolfgang Lipps, zog am Ende auch einen Vergleich zur jüngsten knappen und unglücklichen Niederlage gegen Herrenberg, bei der die Goldstädter reihenweise gute Chancen vergaben: „Da hatten wir Pech. Heute war es Können, gepaart mit Glück.“

SG Pforzheim/Eutingen: Matijevic, Eitel – Hohnerlein 3, Seifried 2, Melcher 3, Mönch 7, Hufnagel 1, Broschwitz 6/1, Schlögl 2, Schmid 2, M. Lupus 1, Wittke 1, P. Lupus.