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Zwei Treffer bescherte Nicolai Gerstner (links) der SG Pforzheim/Eutingen im  Heimspiel gegen den TV Weilstetten.  Foto: Archiv/Ripberger 

SG Pforzheim will TV Weilstetten nicht unterschätzen

Pforzheim. Nach drei Siegen in Folge, vor allem aber nach dem Sieg im Verfolgerduell und Schlüsselspiel beim TV Plochingen, sieht man bei der SG Pforzheim/Eutingen dem Heimspiel gegen den TV Weilstetten am Samstag (20 Uhr, Bertha-Benz-Halle), mit Optimismus entgegen. Nach dem Sieg in Plochingen haben sich die mittlerweile auf den vierten Rang vorgerückten Eutinger auf Schlagdistanz zur Ligaspitze positioniert.

Die Tabelle ist für Alexander Lipps, der von Spiel zu Spiel denkt und für den der Auftritt mit Weilstetten im Augenblick der wichtigste ist, derzeit aber nicht der alleinige Maßstab. Dass er in Plochingen eine hochkonzentrierte und disziplinierte eigene Mannschaft gesehen hat, die mit starker Abwehrarbeit und einem wieder hervorragenden Mile Matijevic im Tor die Basis für den Sieg gelegt hat, war wichtig. Ebenso, dass man nach dem Wechsel die Übersicht behalten hat, als die starken Gastgeber von der Neckarschleuse noch einmal zur Attacke bliesen und Treffer um Treffer aufholten.

Mit dem TV Weilstetten stellt sich ein kampfstarker Gegner von der Alb vor, der zum Großteil sein Handball-ABC in der Schule von Bundesligist Balingen/Weilstetten erlernt hat. Mit Patrick Leibherz haben die „Älbler“ zwar ihren in der vergangenen Spielrunde besten Scorer verloren, mit Akteuren wie Micha Kübler und Felix Euchner steckt in den Reihen des Gegners aber dennoch noch Potenzial, das Spiele im Alleingang entscheiden kann. Auch die bisherigen 3:5-Punkte in ihren vier Auswärtsspielen gibt für Lipps keinen Anlass, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Er will diesen eher mit der Elle seines Auswärtssieges bei der HSG Konstanz II gemessen sehen.

An der Aufstellung der Pforzheimer wird sich gegenüber dem Spiel in Plochingen nicht viel ändern. Vielleicht ist Marius Hufnagel, der zuletzt wegen einer Blessur im Sprunggelenk fehlte, wieder dabei. Auch das Comeback von Abwehrchef Ingo Catak scheint noch in diesem Kalenderjahr bevorzustehen. Die Hauptlast am Samstag wird wieder auf den Schultern von Julian Broschwitz liegen. Bleibt zu hoffen, dass der Leitwolf der Eutinger auch zuhause einmal für eine ähnlich erfolg-reiche Trefferausbeute wie bei seinen letzten Auswärtsauftritten gefeiert werden kann.