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Ab durch die Mitte: Dominik Seganfreddo war auch gegen Herrenberg bester Pforzheimer Torschütze.  Ripberger
Ab durch die Mitte: Dominik Seganfreddo war auch gegen Herrenberg bester Pforzheimer Torschütze. Ripberger
31.01.2016

SG Pforzheim/Eutingen: Erfolg trotz Personalsorgen

Mit einem 30:25 (14:13)-Sieg im Verfolgerduell gegen die TSG Söflingen sicherte sich die SG Pforzheim/Eutingen in der Handball-Oberliga zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg.

Dabei waren die Voraussetzungen für die SG alles andere als optimal. Drasko Mrvaljevic saß mit einer Wadenverletzung auf der Tribüne, Manuel Mönch musste sein Comeback erkrankt verschieben und Raphael Blum saß nach ganz kurzer Spielzeit für den Rest der Partie draußen und kühlte den gestauchten Knöchel. Ulms Trainerfuchs Gabor Czako verschärfte Pforzheims daraus resultierende Rückraumprobleme zusätzlich mit der offenen Deckung gegen Spielmacher Sandro Münch.

Lange hinterhergehechelt

Weil auf der Gegenseite die langen und agilen Kohnle und Kofler die Schwachstellen einer nicht konsequenten Pforzheimer Abwehr schonungslos nutzten, hechelten die Gastgeber lange einer Ulmer Führung hinterher. Ehe Philipp Schückle seine von den Personalsorgen gebeutelten Pforzheimer in der 25. Minute erstmals mit 12:11 nach vorne brachte, hatten die Linkshänder Marius Hufnagel und Dominic Seganfreddo die Lipps- Schützlinge im Rennen gehalten.

Hatten sich die Schiris bis zum 14:13-Pausenstand recht groß- und nachsichtig gezeigt, war es nach dem Wechsel vorbei mit lustig. Bei elf Zeitstrafen (5 gegen Pforzheim, 6 gegen Söflingen) standen sich im zweiten Abschnitt selten zwei komplette Teams gegenüber. Pforzheim nutzte die Freiräume konsequenter und war beim 26:21 durch Tobias Müller erstmals deutlich weg. Für diesen erfolgreichen Zwischenspurt zeichneten vor allem ein quirliger Julian Broschwitz sowie Dominic Seganfreddo – mit neun Toren nicht zum ersten Mal in dieser Spielrunde bester Torschütze. „Ein scharfes Auge, gute Nerven und ein schneller Armzug“, verriet er das Geheimnis, warum wieder alle fünf Versuche vom Siebenmeterstrich im Gästetor landeten.

Als sich Söflingen gegen Ende der Partie noch einmal aufbäumte und bis auf drei Treffer herankam, sorgten die A-Jugendlichen Arne Ruf und Julian Broschwitz für klare Verhältnisse.

„Es war keine einfache Woche, mit dem Aufarbeiten der Niederlage von Bretten, dann drohten bei den zusätzlichen Ausfällen sogar die Spieler auszugehen“, resümierte ein sichtlich zufriedener Alexander Lipps, der den Schlüssel zum Erfolg im Überzahlspiel sah. Jetzt können sich die Pforzheimer mit einem spielfreien Wochenende auf die Auswärtsspiele in Willstätt und Neuhausen vorbereiten.

SG Pforzheim/Eutingen:

Koppmeier, R. Petruzzi – Müller 4, Hohnerlein, Gallus 1, Münch 2, Blum, Broschwitz 5, Hufnagel 5, Kern, Schückle 3, Seganfreddo 9/5, Langenfeld. Ruf 1