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Letztmals das SG-Trikot trugen am Sonntag (von links) Felix Lobedank, Marius Hufnagel, Jan Strehlau, Nicolai Gerstner und Florian Eitel. Foto: Hennrich

SG Pforzheim/Eutingen beendet Saison mit Sieg und fünf Abschieden

Pforzheim. Für die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen hat die Saison in der Oberliga halbwegs versöhnlich geendet. Mit dem 31:25 (13:11)-Erfolg gegen den TSV Zizishausen beendete die Mannschaft von Trainer Alexander Lipps die Saison auf dem fünften Tabellenplatz. Natürlich hatte sich der Goldstadtverein höhere Ziele gesteckt, die beiden ersten Tabellenplätze und damit die Aufstiegsspiele zur 3. Liga angepeilt. Doch das Verletzungspech machte der Mannschaft einen Strich durch die Rechnung. „Bis auf Torhüter Mile Matijevic und meinen Sohn Max hat kein Spieler alle Begegnungen der Saison bestreiten können“, sagt der SG-Vorsitzende Jörg Lupus.

Die letzte Partie des Jahres stand am Ende ganz im Zeichen der Verabschiedung. Gleich fünf Spieler trugen letztmals das Trikot des Pforzheimer Vereins. Ex-Bundesliga-Spieler Felix Lobedank beendet seine Karriere, ebenso wird das voraussichtlich Torhüter Florian Eitel tun – beide waren nur jeweils ein Jahr in Pforzheim.

Die anderen drei verabschiedeten Spieler waren hingegen viele Jahre lang SGler. Rückraumspieler Nicolai Gerstner begann bereits in der Jugend der Eutinger, jetzt wechselt er innerhalb der Stadtgrenzen zum großen Rivalen und Drittligisten TGS Pforzheim. 16 Jahre erste SG-Mannschaft hat Rechtsaußen Marius Hufnagel auf dem Buckel – er setzt seine Karriere in Leonberg in der Württemberg-Liga fort, wo mit Tobias Müller ein ehemaliger Teamkollege aus Pforzheim das Sagen hat. Und Kreisläufer Jan Strehlau wechselt zum Südbadenligisten Phönix Sinzheim.

Die scheidenden Spieler wurden mit viel Applaus und allerlei Geschenken verabschiedet. „Es fällt natürlich nach all den Jahren schwer, aber ich freue mich auch auf etwas Neues“, sagte Marius Hufnagel.

Deutlicher Spielausgang

Zuvor hatte die SG sportlich für einen passenden Saisonausklang gesorgt. Die Gastgeber führten zwar über weite Strecken der Partie, konnten sich aber bis zur 40. Minute (17:5) nur mit zwei Treffern absetzen. Vor allem Tore von Felix Lobedank sorgten dann für das 21:16. Zizishausen verkürzte, angeführt vom zehnfachen Torschützen Thomas Grau, noch einmal (23:21), doch dann war es auf Pforzheimer Seite vor allem Manuel Mönch, der für den letztlich deutlichen Spielausgang sorgte.

So konnte auch Alexander Lipps nach einer letztlich durchwachsenen Saison ein positives Fazit ziehen: „Das Ergebnis heute ist okay. Die letzten Wochen waren schwierig, nachdem klar war, dass wir Platz zwei wohl verpassen. Aber dann haben es die Jungs mit 5:1 Punkten aus den letzten drei Spielen noch einmal ordentlich gemacht.“