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Sebastian Melcher (rechts) wurde von Zizishausens Trainer Florian Beck zum besten Spieler der SG Pforzheim gekürt.  Foto: Becker 

SG Pforzheim/Eutingen geht in Handball-Oberliga unbeirrt voran

Die SG Pforzheim/Eutingen geht in der Handball-Oberliga unbeirrt ihren Weg. Der Tabellenführer der Handball-Oberliga Baden-Württemberg schlug am Samstagabend in der Bertha-Benz-Halle den TSV Zizishausen klar mit 28:18 (15:7). Nach dem fünften Sieg im fünften Spiel herrscht eitel Sonnenschein beim Team von Trainer Alexander Lipps. Das angestrebte Ziel, Wiederaufstieg in die 3. Liga, ist voll im Visier. „Klar haben wir diese Ambitionen. Wer nach fünf Spielen 10:0 Punkte hat und die Mitfavoriten Köndringen/Teningen und Neuhausen/Filder geschlagen hat, darf sie auch haben“, sagt Abwehrchef Ingo Catak.

Der TSV Zizishausen war ein dankbarer Gegner. Die Schnaken, wie die Handballer aus dem Kreis Esslingen auch genannt werden, machten in Pforzheim keinen Stich. Sie waren auch mit dem Rucksack einer 25:47-Heimniederlage im Derby gegen den TSV Neuhausen angereist. Außerdem fehlte der beste Torschütze Cornelius Maas aus privaten Gründen.

Bei der SG waren die zuletzt stark aufspielenden Jan Wörner und Manuel Mönch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Vor allem im zweiten Durchgang übernahmen daher die Jungspunde im Team wie Paul Lupus und Sebastian Melcher Verantwortung und gefielen mit couragiertem und effektivem Spiel. Dafür gab es ein Sonderlob von Alexander Lipps: „Wie die Jungs in die Bresche gesprungen sind, das war heute wirklich sehr gut.“ „Basti“ Melcher wurde dann auch nach der Partie von Schnaken-Trainer Florian Beck zum besten Spieler der SG Pforzheim gekürt. Zizishausen ging mit 1:0 in Führung. Das war’s dann auch schon. Bis zum 3:3 in der 11. Minuten hielten die Nürtinger noch mit, dann zog die SG auf und davon. In der Deckung machten Ingo Catak, Michael Hohnerlein und Slavisa Lacmanovic dicht. Vorne erzielten Max und Paul Lupus und Sebastian Melcher die einfachen Tore, oft vorbereitet durch kluge Pässe des starken SG-Keepers Bastian Rutschmann.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die Anspannung und Konzentration bei der SG Pforzheim/Eutingen im zweiten Abschnitt etwas nach. In Gefahr geriet der verdiente Erfolg aber zu keiner Minute, zumal die zweite Garde, die später vermehrt zum Einsatz kam, ihre Sache richtig gut machte.