760_0900_65901_MRI_1820_jpg_SG_PF_EU_Jubel_auf_der_Bank.jpg
Grund zum Jubeln hatte Drittliga-Aufsteiger SG Pforzheim/Eutingen selten in der laufenden Saison. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt trotzdem beim Team von Trainer Alexander Lipps (links).  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

SG Pforzheim/Eutingen glaubt fest an Relegations-Chance

Pforzheim. Drei Absteiger gibt es in der 3. Handball-Bundesliga. Seit dem vergangenen Spieltag ist so gut wie sicher, dass Aufsteiger SG Pforzheim/Eutingen einen dieser drei Plätze einnehmen wird. Sechs Punkte Abstand zum rettenden Ufer (Platz 13) und ein hammerhartes Restprogramm lassen realistisch gesehen nur diesen Schluss zu.

Doch es gibt Hoffnung, wie der Blick auf die vergangenen Spielzeiten zeigt. In den letzten Jahren gab es stets eine Abstiegs-Relegation unter den Tabellen-14. der vier 3. Ligen (Süd, Nord, Ost und West). Dies ist der Fall, wenn einer oder mehrere der insgesamt 64 Plätze in den 3. Ligen frei werden. So kann es sein, dass ein Oberliga-Meister auf den Aufstieg verzichtet. Meldeschluss hierfür ist am 7. April. Meldeschluss für die Drittligisten ist am 15. April. Auch hier gab es schon Vereine, die ihre Mannschaft zurückzogen. Auch Insolvenzen in der 1. oder 2. Bundesliga haben bisweilen Einfluss auf die Zusammensetzung der 3. Ligen.

Im vergangnen Jahr rettete sich die TSG Haßloch per Relegation, im Jahr davor TuS Fürstenfeldbruck. Jetzt hofft man bei der SG Pforzheim/Eutingen auf diesen Strohhalm, der allerdings sehr real und stabil zu sein scheint. So sind für dieses Jahr bereits ein Termin und ein Spielort für die Relegation festgelegt. Sie findet am Wochenende nach dem letzten Spieltag der 3. Liga statt, also am 13./14. Mai. Spielort ist beim 14. der 3. Liga West, aktuell ist das der TuS Volmetal. „Die Relegation findet auf jeden Fall statt“, unterstreicht Wolfgang Lipps, der Sportliche Leiter der SG.

Sollte die SG dennoch absteigen, wäre das für die Verantwortlichen kein Grund, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen. Auch künftig will man sich vorwiegend auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs verlassen. Lipps räumt ein, dass die 3. Liga für den ein oder anderen jungen Spieler vielleicht etwas zu früh gekommen sei. Vor allem im Angriff müssten sich die Jungfüchse an bessere Abwehrreihen und bessere Torhüter gewöhnen. „Wenn man im Angriff viele Chancen auslässt, setzt sich das im Hinterkopf fest“, so Lipps. Aber die vielen Chancen müsse man sich erst mal erspielen. Lipps verweist auch darauf, dass seine Mannschaft kein Spiel sehr hoch verloren hat. „Und bei insgesamt fünf Unentschieden fehlte auch ein bisschen das Glück.“

Ziel wäre Wiederaufstieg

Beim Abstieg in die Oberliga Baden-Württemberg wäre der sofortige Wiederaufstieg das Ziel des Vereines. Mit der Kaderplanung ist man weit fortgeschritten. Die Jugend ist weiter das größte Kapital. Die derzeitigen A-Jugendlichen Phil Burkhardt, Tim Kusch, Paul Lupus und Sebastian Melcher werden kommende Saison in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. Verlängert haben aus dem aktuellen Kader Marius Hufnagel, Max Lupus, Manuel Mönch, Rico Petruzzi, Jan Strehlau, Bastian Langenfeld und Sandro Münch.