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Durchsetzungsvermögen beweist der Handballnachwuchs der SG Pforzheim/Eutingen mit Leon Gerstner (am Ball) immer wieder aufs Neue in der A-Jugend-Bundesliga. Hier eine Szene aus dem Spiel gegen Zweibrücken. Foto: PZ-Archiv, Becker
Durchsetzungsvermögen beweist der Handballnachwuchs der SG Pforzheim/Eutingen mit Leon Gerstner (am Ball) immer wieder aufs Neue in der A-Jugend-Bundesliga. Hier eine Szene aus dem Spiel gegen Zweibrücken. Foto: PZ-Archiv, Becker
Alle mal zuhören: Alexander Bossert holt als Trainer der B-Jugend das Beste aus seinen Jungs heraus. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
Alle mal zuhören: Alexander Bossert holt als Trainer der B-Jugend das Beste aus seinen Jungs heraus. Foto: PZ-Archiv, Hennrich
05.06.2019

SG Pforzheim/Eutingen hat Jugendhandballer in den höchsten Spielklassen

Pforzheim. Als Tabellendritter der A-Jugendbundesliga (Süd) die Endrunde zur Deutschen Jugendmeisterschaft nur um einen Punkt verfehlt, Süddeutscher Meister bei der männlichen B-Jugend und Teilnehmer an der Endrunde der „Deutschen“ sowie in allen Altersklassen der männlichen Jugend jeweils in der höchstmöglichen Liga vertreten – bei der SG Pforzheim/Eutingen kann man mit dem Abschneiden seiner Jugendmannschaften in der abgelaufenen Spielrunde wahrlich hoch zufrieden sein.

„Und für die bevorstehende Saison sind wir schon wieder in allen männlichen Altersstufen höchst möglich qualifiziert“, verraten mit Wolfgang und Alexander Lipps sowie Präsident Jörg Lupus die „Köpfe“ der SG das Ergebnis der gerade zu Ende gegangenen Qualifikationsspiele für die Einreihung in der Saison 2019/2020 recht stolz.

Erfolgreiche Kooperationen

Nicht nur der demografischen Entwicklung, sondern auch des Regelwerks wegen hat es der Handball nicht leicht, Nachwuchs zu gewinnen. Um schon die Jüngsten für die Sportart zu begeistern, geht man bei den „Eutingern“ schon seit Jahren mit Kooperationen zu Kindertagesstätten und Grundschulen neue Wege, nicht weniger als 26 dieser gegenseitigen Vereinbarungen haben die rührige Beate Lupus und ihre Crew nebst dem Aufbau der Grundschulliga und Schulturnieren zwischenzeitlich aufgebaut. Auch an den Jüngsten fehlt es bei der SG deshalb – und dies ist mittlerweile ihm Handball selten geworden – nicht.

Ganz besonders stolz ist man bei der SG, dass man von der Gründung vor acht Spielrunden der A-Jugendbundesliga angehört. Jörg Lupus hat recherchiert, dass in den regional gegliederten vier Bundesligen es lediglich 20 Vereine gibt, die in dieser Altersklasse immer höchstklassig spielten, bis auf Hanau und Pforzheim/Eutingen waren es ausnahmslos Jugendteams von 1. und 2. Bundesligisten.

Lupus hat auch ermittelt, dass es seit dem Jahre 2011 lediglich 38 Vereinen gelang, sich für eine deutsche Meisterschaft der A- oder B-Jugend zu qualifizieren, die SG Pforzheim/Eutingen nimmt dabei in diesem 38er-Feld mit neun Teilnahmen noch vor so renommierten Leuchttürmen wie THW Kiel, FA Göppingen oder DHfK Leipzig einen fast unglaublichen Platz sieben im Ranking ein. Dabei hat es die SG schon der räumlichen Nähe zu Erst- bzw. Zweitbundesligisten (Rhein-Neckar Löwen, Ludwigshafen/Friesenheim, Stuttgart/Bittenfeld, Bietigheim) besonders schwer, Talente für sich zu gewinnen. Die meisten dieser Bundesligisten unterhalten Internate oder zumindest enge Beziehungen zu Sportgymnasien, von den finanziellen Möglichkeiten ganz zu schweigen.

Dass es immer wieder gelingt sich gegen diese Konkurrenz zu behaupten, liegt an dem guten Ruf der SG, einer guten Organisation, einem „familiären“ Umfeld, in das die Eltern mit einbezogen sind und auch am Netzwerk – auch Bob Hanning weiß inzwischen, wo Pforzheim liegt – ,das man sich in den langen Jahren qualifizierter Jugendarbeit aufgebaut hat. Dass man in Pforzheim gut ausgebildet wird und etwas werden kann, ist auch den nebenstehenden Zusammenstellungen zu entnehmen.

Nichts zu rütteln

An dem eingeschlagenen Weg der Jugendarbeit gibt es bei der SG nichts zu rütteln. Dass die Richtung stimmt, zeigt sich schon daran, dass nicht weniger als 19 des 25 Akteure umfassenden Kaders der Saison 2019/2020 aus den eigenen Reihen hervorgegangen sind. Dass man im Vorjahr mit der Verpflichtung von fertigen Spielern wie Felix Lobedank oder in der anstehenden Saison mit Jan Wörner neue Wege ging und geht, ist Teil des Ausbildungskonzepts.

Erfreulich auch, dass sich dem Pforzheimer Talentstall entstammende Spieler, wie nun Bastian Rutschmann, im Herbst ihrer Karriere wieder an ihren Ausbildungsverein erinnern.