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In einer engen Partie sicherte sich die SG Pforzheim/Eutingen mit dem vierfachen Torschützen Goran Gorenac einen Punkt gegen Nußloch. Becker 

SG Pforzheim/Eutingen holt wertvollen Punkt gegen die SG Nußloch

Das Lob kam aus berufenem Munde. „Die SG Pforzheim hat nicht wie ein Abstiegskandidat gespielt. Der Punkt ist mehr als verdient“, sagte Christian Job am Samstagabend nach dem 23:23 (13:12) zwischen der SG Nußloch und der SG Pforzheim/Eutingen. Der Trainer des Tabellenführers der 3. Handball-Bundesliga hatte ebenso wie die knapp 400 Zuschauer in der Bertha-Benz-Sporthalle ein rassiges Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften gesehen.

Die SG Pforzheim/Eutingen geht nach dem Punktgewinn als Tabellen 14. mit drei Zählern Vorsprung vor VTV Mundenheim in die letzten beiden Saisonspiele. Das sollte reichen, um den begehrten 14. Platz zu halten, der über eine Relegation mit den 14. der anderen drei 3. Ligen (Nord, Ost, West) noch den Klassenerhalt bedeuten könnte. Die Relegation ist am 13./14. Mai beim West-14.

„Das war eine gute Leistung von allen. Damit gehen wir positiv in die Relegation“, sagte Sandro Münch nach dem Nerven aufreibenden Match gegen Nußloch. Die SG Pforzheim/Eutingen muss am kommenden Samstag noch zum VfL Pfullingen und erwartet dann zuhause den VTV Mundenheim – vielleicht zum Finale um den Relegationsplatz. Das wäre der Fall, wenn Mundenheim am kommenden Samstag zuhause gegen Balingen-Weilstetten II gewinnt und die SG in Pfullingen verliert.

Allerdings würde der SG Pforzheim dann im Heimspiel ein Remis reichen. Deshalb wurde der Punktgewinn am Samstag auch fast wie ein Sieg gefeiert. In der äußerst packenden Schlussminute hatten die Gastgeber Ballbesitz, riskierten aber nicht mehr alles, weil der eine Zähler am Ende Gold wert sein könnte.

Pforzheim spielte gegen Nußloch „die vielleicht besten ersten zehn Minuten der Saison“, wie es Marius Hufnagel ausdrückte. Zwar dauerte es 5:28 Minuten, ehe der starke Sandro Münch das 1:1 machte. Aber dann spielte der Aufsteiger wie aus einem Guss – in der Abwehr konsequent, im Angriff konzentriert. Es entwickelte sich ein enges Spiel auf Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft entscheidend abzusetzen vermochte. Die SG Pforzheim profitierte allerdings auch davon, dass der starke David Ganshorn von der SG Nußloch früh mit einer Fuß-Verletzung raus musste.