760_0900_16147_.jpg SG Pforzheim/Eutingen im Duell mit ihrer Vergangenheit
Auf starke Gegenwehr wird Alexander Lipps heute mit der SG Pforzheim/Eutingen treffen. Trotzdem soll gegen die alten Bekannten der TSG Söflingen der sechste Oberliga-Sieg in Folge her.  Foto: Gössele, PZ-Archiv 

SG Pforzheim/Eutingen im Duell mit ihrer Vergangenheit

Pforzheim. Welch beeindruckende Siegesserien: In der Handball-Oberliga Baden-Württemberg hat die TGS Pforzheim 20, die SG Pforzheim/Eutingen fünf Spiele in Folge gewonnen. Die Erfolge der SG scheinen schon deshalb fast unglaublich, weil die Verletztenliste auf dem Pforzheimer Buckenberg immer länger wird.

Bei den Meriten der letzten Wochen fällt es schwer, die achtplatzierten Pforzheimer am Samstag (20 Uhr) beim Heimspiel gegen die viertplatzierte TSG Söflingen wieder nur als Außenseiter einzustufen. In den bisherigen Vergleichen mit den Ulmern ging es fast immer ums Eingemachte: So war die Heimniederlage in der Saison 2010/2011 gegen Pfullingen vorentscheidend dafür, dass die SG aus der 3. Liga abstieg. Ein Jahr später musste auch Söflingen runter, nun trifft man sich in der Oberliga wieder.

Die TGS Pforzheim muss, nachdem Aufstieg und Meisterschaft fast schon als beschlossen gelten, nach neuen Saisonzielen suchen. „Die Null muss stehen“ ist wohl nun eine der Herausforderungen für Damir Lebovic und seine Eleven. Ein Fernduell können sich die Roten-Weißen mit der SG Wallau liefern. Diese unternehmen in der Oberliga Hessen einen ebensolchen Husarenritt wie die Turngesellen (derzeit 34:0-Punkte). Am Sonntag (17 Uhr) gilt es für Florian Taafel und Co. bei der SG Nußloch eine weitere recht hohe Hürde aus dem Weg zu räumen. Die Bergsträßer schlagen sich als Aufsteiger furios und haben die zweite Saison in der Oberliga fast schon gesichert. Neben Frank Müller, einem der reifsten Spieler der Liga, war auch der Pforzheimer Georg Böhmler maßgeblich an der stabilen Runde beteiligt. Am Samstag wird er aber voraussichtlich fehlen, nachdem er sich im Spiel in Wangen eine Verletzung an der Wurfhand zugezogen hat.

In der Badenliga steht dem HC Neuenbürg beim TV Friedrichsfeld am Sonntag (17.30 Uhr) wieder einmal ein Schlüsselspiel um den Verbleib bevor. Der derzeit einen Absteigerplatz einnehmende Gastgeber aus Mannheim kann bei einem Sieg bis auf zwei Zähler an die Buchberger heranrücken. Die wachsfreie Zone in der Mannheimer Lilli-Gräber-Halle dürfen bei einem solch hohen Einsatz nicht als Erklärung für eine Niederlage herhalten. Die SG Pforzheim/Eutingen II befindet sich weiterhin im freien Fall. Ein Blick auf die Aufstellung sagt freilich alles, denn Wolfgang Lipps stopft derzeit klaglos die Löcher der ersten Garnitur der Eutinger. Am Sonntag (17.30 Uhr) wird man trotz Heimrechts auch im Spiel gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim wohl kaum die Wende schaffen. Der TV Bretten läuft bereits am heutigen Freitag bei der TSG Ziegelhausen auf.

In der Landesliga der Männer ist das Thema Badenliga für den TV Ispringen doch noch nicht abgehakt. Weil von der Oberliga Baden-Württemberg wohl keine Mannschaft in die Badenliga absteigen muss, können aus den beiden Landesligen nicht nur die Meister, sondern auch einer der beiden Tabellenzweiten aufrücken. Für die Ispringer Grund genug, sich am Samstag (17 Uhr) bei der TS Durlach in die Seile zu hängen. Die TGS Pforzheim III wird trotz Heimrechts den Siegeszug von Tabellenführer SG Kronau/Östringen III am Samstag (19.30 Uhr) wohl kaum stoppen können. Die SG Pforzheim III sollte die Chance nutzen, in der Hausaufgabe gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim II am Sonntag (15.30 Uhr) zwei weitere Zähler für die sichere Seite zu verbuchen.

In der Oberliga Baden-Württemberg der Frauen war das letzte Wochenende für die HSG Pforzheim zwar sportlich wieder nicht überzeugend, aber dennoch unerwartet ausgiebig. Weil sich die Konkurrenz um Meisterschaft und Aufstieg ausnahmslos Patzer erlaubte, steht man trotz des Zittersieges gegen Brombach nunmehr wieder mit zwei Zählern Vorsprung allein vorne. Und was die Tabelle betrifft, scheint die nächste Hausaufgabe am Samstag (18 Uhr) gegen die Stuttgarter Kickers ebenfalls lösbar. Dennoch sollte man in der Pforzheimer Neustadt nicht übersehen haben, dass die vom Abstieg bedrohten Stuttgarterinnen zuletzt gleich zweimal siegten.

Ein schwarzes Wochenende meldete hingegen Frauen-Badenligist SG Pforzheim/Eutingen. Nachdem die Rote Laterne nach zwei Niederlagen nun wieder an der Kaulbachstraße hängt, zählt am Samstag (18 Uhr) im Schlüsselspiel gegen die SG Königshofen/Sachsenflur nur der Sieg. Auch in der Frauen-Landesliga fällt eine wichtige Entscheidung im Kampf um den Verbleib mit Pforzheimer Beteiligung. Die HSG Pforzheim II muss das morgige Heimspiel (16 Uhr) gegen den SV Langensteinbach unbedingt nutzen, um vom Abstiegsplatz wegzukommen. Der Tabellenletzte SG Pforzheim/Eutingen II wird am Sonntag (13.30 Uhr) gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim wohl kaum Chancen auf den Sieg haben.