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Matchwinner: SG-Torhüter Ricardo Petruzzi brachte Söflingen in der Anfangsphase zur Verzweiflung.  Foto: Ripberger 
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Sandro Münch sorgte für die Tore.  Foto: Ripberger 

SG Pforzheim/Eutingen in der Handball-Oberliga mit klasse Jahresabschluss

Pforzheim. Zwei Punkte als frühes Weihnachtsgeschenk bescherten sich die Oberliga-Handballer der SG Pforzheim/Eutingen zum Jahres- und Vorrundenabschluss in der Bertha-Benz-Halle. Sie mischen damit weiter in der Spitzengruppe und im Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga mit.

Ausschlaggebend für den letztlich überzeugenden 29:22 (13:9)-Erfolg gegen den alten Rivalen SG Söflingen waren vor allem eine starke Anfangs- und eine ebenso konzentrierte Schlussphase. So konnte sich die Truppe von Trainer Alexander Lipps sogar eine kleine Schwächeperiode Mitte der zweiten Halbzeit leisten.

Petruzzi anfangs unbezwingbar

Der Erfolg hat vor allem zwei Namen: Torhüter Ricardo Petruzzi und Torjäger Sandro Münch. Der Schlussmann brachte die Ulmer Stadtteilmannschaft zur Verzweiflung, weil er bis zur zwölften Minute seinen Kasten sauber hielt, als der Gegner das 1:5 schaffte. Während im ersten Abschnitt der wurfgewaltige Julian Broschwitz die Szenerie beherrschte, hielt Sandro Münch die Pforzheimer vor allem in einer kritischen Phase im zweiten Abschnitt im Spiel. „Sandro hat die richtigen Entscheidungen getroffen, auch schwierige Würfe genommen und getroffen“, lobte Alexander Lipps den Mann, der ebenso oft wie Broschwitz vollstreckte – acht Mal. Münch verhinderte einen Rückstand, als die Söflinger in der 47. Minute bis auf 18:19 herankamen, der knappste Stand seit der Anfangsphase. Zwischen dem 17:12 und 20:18 traf er viermal für die SG. „Lange war die Begegnung eng und eklig“, gestand der Held des Tages. „Wir waren aber von Anfang an top drauf und voll da, vor allem in der Abwehr und hatten alles gut im Griff“, befand Münch. Noch mehr ins Detail ging sein Coach: „Gegen die 6:0-Abwehr waren wir echt stark, aber gegen die 5:1-Deckung taten wir uns schwer.“

Für die seit 14 Jahren auf der Söflinger Bank sitzende ungarische Trainerlegende Gabor Czako /46) ist der SG-Triumph verdient: „Wir haben uns zwar einmal ran gekämpft, aber das hat Kraft gekostet und der Gegner war abgezockter.“

Für Stimmung sorgten nicht allein die Aktiven, sondern auch der 15-jährige Hallensprecher Loris Hölle, ein B-Jugend-Handballer, der bei seiner Premiere am Mikrofon zeigte, dass selbst auf solchen Positionen die SG Pforzheim/Eutingen über Talente verfügt.

Weihnachten kann für Lipps und seine Mannen nun kommen. Denn: „Es war wichtig, die Hinrunde mit einem guten Gefühl abzuschließen.“ Für ihn gilt es, in den Auswärtsspielen mehr Stabilität zu erreichen. Jedenfalls verspricht er den Fans, dass die SG bei der Titelvergabe mitredet: „Ich gehe davon aus, dass wir in der Rückrunde stärker spielen werden als in der Vorrunde.“