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Auf sie mit Gebrüll – oder doch besser zwischen ihnen durch: Manuel Mönch (Mitte) war mit neun Treffern bester Pforzheimer Werfer. Ripberger
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In der Halbzeitpause verloste Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Rhein-Neckar Löwen (links), ein Trikot des Ex-Löwen Marius Steinhauser (jetzt SG Flensburg-Handewitt). Dieses gewann Christian Gunzelmann (Mitte), der das Trikot hier gemeinsam mit SG-Vorstandsmitglied Wolfgang Schlögl präsentiert.

SG Pforzheim/Eutingen müht sich zu 28:24-Sieg gegen Heddesheim

Willkommen in der grünen Hölle“, steht auf einem Plakat der Eutinger Ultras in der Bertha-Benz-Halle. Viel zu fürchten hatten die Spieler der SG Heddesheim von den personell arg gebeutelten Pforzheimern – unter anderem drei Leistungsträger verletzt – allerdings nicht. Die hatten zwar einen guten Start und gingen mit 4:1 (6. Minute) in Führung.

Doch in der 19. Minute hatte das Schlusslicht gegen eine unsicher wirkende Pforzheimer Mannschaft zum 8:8 ausgeglichen.

„Unsere personelle Situation mit den vielen Verletzten merkt man den Spielern schon an. Das steckt in den Köpfen. Nach zwei verworfenen Siebenmetern ging schon der Kopf runter. Ich habe in der Halbzeit und auch unmittelbar nach dem Spiel zu meinen Jungs gesagt, dass sie mit mehr Mut spielen und nicht so viel nachdenken sollen“, so Pforzheims Coach Alexander Lipps nach der Partie, die sich auch Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Rhein Neckar Löwen, ansah. In der Halbzeitpause verloste er ein Löwen-Spielertrikot.

Abwehr ohne Zugriff

Biss und Durchschlagskraft fehlten der SG-Abwehr vor allem in der ersten Halbzeit. Heddesheim hingegen spielte befreit auf. Das Schlusslicht hat die Saison schon abgehakt und will die Runde nach eigenen Angaben nur noch vernünftig zu Ende spielen. In der 28. Minute ging Heddesheim sogar mit 13:12 in Führung. Manuel Mönch legte allerdings krachend den 13:13-Halbzeitstand nach.

Nach der Pause zunächst das gleiche Bild. Die SG kassierte zu viele einfache Tore und lag mit 14:16 hinten. Einer der agilsten SG-Spieler, Paul Lupus, leitete dann mit seinem Treffer zum 15:16 (38.) die Wende ein. „Wir haben in der Abwehr etwas umgestellt, waren griffiger und standen dann auch für unsere Torhüter besser“, meinte Paul Lupus nach der Partie, die ab der 40. Minute dann in den Händen der Gastgeber lag.

Matijevic nun auf Touren

Felix Lobedank, Manuel Mönch (mit neun Treffern bester SG-Werfer), Paul Lupus und Tim Kusch sorgten dafür, dass das Heimteam auf 20:16 (44.) davonzog. Und auch Keeper Mile Matijevic konnte sich mit gehaltenen Siebenmetern und weiteren Paraden auszeichnen. Auch die taktische Variante – siebter Feldspieler für einen Torhüter – war von Erfolg gekrönt, so dass die Mannschaft von Trainer Alexander Lipps am Ende einen hart erkämpften aber verdienten 28:24-Sieg feiern konnte. Als Manuel Mönch zum 27:23 traf (58.), war die Partie entschieden.

„Ich erwarte nicht, dass wir in der momentanen Lage hohe Ergebnisse erzielen“, so Alexander Lipps. „Die Phrase, wir schauen von Spiel zu Spiel, trifft bei uns gerade voll zu.“ Ob es am Ende für einen der beiden Relegationsplätze reicht, werde man sehen. „Entscheidend könnte hierbei die Heimpartie in zwei Wochen gegen Plochingen sein“, blickte Lipps voraus. Zunächst steht aber erst einmal das Auswärtsspiel am 30. März in Steißlingen an.