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Mehr Durchschlagskraft braucht die SG mit Tom Schlögl (Mitte).   Ripberger
Mehr Durchschlagskraft braucht die SG mit Tom Schlögl (Mitte). Ripberger
23.11.2017

SG Pforzheim/Eutingen muss sich gegen den TSV Heiningen steigern

Pforzheim. Der SG Pforzheim/Eutingen will in dieser Runde der Durchbruch zur Spitze der Handball-Oberliga Baden-Württemberg einfach nicht gelingen.

Zum dritten Mal haben die Jungs von Trainer Alexander Lipps am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den TVS Baden-Baden Anlauf genommen, weiter nach vorn zu stoßen, um erneut, diesmal sogar unter Verlust des Heimnimbus, zu scheitern. Da kann man es schon als Glücksfall bezeichnen, dass das Vorderfeld der BWO in dieser Saison eher eine Breite, als Spitze darstellt. Denn mit augenblicklich 15:9-Zählern steht die SG zur mit 18:6-Punkten führenden H2Ku Herrenberg fast noch auf Schlagdistanz.

15:9-Punkte weist auch der TV Weilstetten auf, zu dem es am Samstag erneut in einem Schlüsselspiel geht. Dies ist wieder so ein spielstarker württembergischer Aufsteiger, gegen den die Pforzheimer unter keinen Umständen verlieren dürfen. Da ist es wichtig, dass Alexander Lipps die meisten Spieler des Neulings von der Zollernalb von den Jugendspielen her kennt, weil diese bei der Bundesliga-A-Jugend der JSG Balingen/Weilstetten ausgebildet wurden.

Schon deshalb gilt es als sicher, dass Weilstetten, wie die Balinger Jugend, eine aggressive 3:2:1-Deckung praktizieren wird, das bedeutet, dass sich die Eutinger bei Ballverlusten auf Tempogegenstöße einstellen und dabei in der Rückwärtsbewegung schneller reagieren müssen, als jüngst gegen Baden-Baden. Auch was den Einsatz seiner Mannen angeht fordert Lipps, der nach dem Samstagsspiel „fehlende Intensität“ anmahnte, eine Steigerung. Mit den 85 bis 90 Prozent, die seine Mannschaft bisher abrief, wird man jedenfalls das Ziel weder in Weilstetten noch das Saisonziel erreichen.

Es kann knapp werden

Frauen-BW-Oberligist TG 88 Pforzheim empfängt mit dem TSV Heiningen am Samstag ebenfalls einen württembergischen Aufsteiger. Dass der Vergleich kein Spaziergang wird, zeigen nicht nur das positive Punkteverhältnis der Gäste, sondern mehr noch die vier Siege, die die Gegnerinnen vom Fuße der Schwäbischen Alb bei ihren bisherigen sechs Auswärts-auftritten bisher verbuchten. Auf Melanie Schell im rechten Rückraum werden die Pforzheimer besonders aufpassen müssen. Aber mit Anika Henschel und Dina Bergsame-Versakova hat man auf Seiten der Neustädterinnen adäquates Potenzial. Unter diesen Prämissen wird man in der Fritz-Erler-Halle wieder einen ganz knappen Spielausgang erwarten dürfen. Aber das ist der Anhang der 88erinnen von den seitherigen Heimvorstellungen her schon gewohnt.