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Zur Sache ging es beim Spiel der SG Pforzheim/Eutingen mit Michael Hohnerlein (gelb) gegen den VfL Pfullingen.  Hennrich
Zur Sache ging es beim Spiel der SG Pforzheim/Eutingen mit Michael Hohnerlein (gelb) gegen den VfL Pfullingen. Hennrich
11.12.2016

SG Pforzheim/Eutingen nach 31:31-Remis gegen Pfullingen enttäuscht

Nach dem Spiel ging der Blick bereits wieder nach vorne: Aus den Boxen der Bertha-Benz-Halle dröhnte Queen´s Klassiker „The Show Must Go On“. Ja, die Drittliga-Show der SG Pforzheim/Eutingen geht auch nach dem überaus ärgerlichen 31:31 (16:13)-Unentschieden gegen den VfL Pfullingen weiter.

Ein Remis, das seinem Namen alle Ehre machte. Ein Spektakel, ein Spiel mit über weiten Strecken gleichwertigen Teams – aber ohne glückliches Ende für die SG.

Duell auf Augenhöhe

Schon nach wenigen Minuten war klar: Pforzheim kann gegen den VfL, der in der Tabelle vier Plätze weiter vorne rangiert, mithalten. Angetrieben vom in der Anfangsphase starken Goran Gorenac schafften die Gastgeber mehrmals die Führung. Die Zeitstrafe gegen Gorenac in der 9. Minute nutzte Pfullingen jedoch und legte vor (7:5/11.). Aber die SG zeigte einmal mehr ihre Comeback-Fertigkeiten, glich aus (10:10/21.) und ging bis zur Pause mit 16:13 in Front.

Doch nach der Halbzeit ließen die Hausherren etwas nach, so dass den Gästen in der 39. Spielminute der Ausgleich gelang. Es war der Auftakt zu 20 hochspannende Schlussminuten. Beide Teams schafften es bis zur 55. Minute nicht, mehr als ein Tor in Führung zu liegen.

Das gelang der SG erst 150 Sekunden vor Schluss durch Dominik Seganfreddo (30:28) und noch einmal 60 Sekunden später durch Jan Strehlau. 31:29 hieß es 90 Sekunden vor dem Ende. Den folgenden Angriff der Pfullinger parierte Keeper Ricardo Petruzzi, die Zuschauer jubelten. Das Ding ist durch – könnte man meinen.

Denn 19 Sekunden vor Schluss gelang Jonas Friedrich der Anschlusstreffer. SG-Trainer Alexander Lipps nahm in der Folge ein Team-Timeout, welches für Verwunderung unter den Zuschauern sorgte. „Ich wollte Ruhe reinbringen“, erläuterte Lipps nach dem Spiel seine Intention. Das gelang seinen Jungs nicht, die aufgrund des enormen Drucks vom Gegner den Ballbesitz vergeigten und den 31:31-Ausgleich kassierten. „Dumm gelaufen“, ärgerte sich Lipps, der seinem Team ansonsten eine „ordentliche Partie“ bescheinigte: „Wir haben überragend gefightet.“

„Ein bisschen sprachlos“

Der Trainer der Pfullinger, Till Fernow, sagte nach dem Spiel, er sei „ein bisschen sprachlos“. Das Unentschieden sei gerecht, so der Coach. Er zeigte sich zufrieden über ein couragiertes Auftreten seiner VfL-Jungs.

Bei der SG ärgerte man sich indes. Trotzdem: Die Show geht weiter, nächsten Samstag wartet auswärts der Vorletzte Mundenheim. „Wir wollen an die heutige Leistung anknüpfen“, so Lipps. Heißt: Mund abputzen, weitermachen!