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Nachdenkliche Gesichter auf der SG Bank: Jan Strehlau, Manuel Mönch, Trainer Alexander Lipps, Max Lupus, Julian Broschwitz und Goran Gorenac (von links).   Becker, PZ-Archiv
Nachdenkliche Gesichter auf der SG Bank: Jan Strehlau, Manuel Mönch, Trainer Alexander Lipps, Max Lupus, Julian Broschwitz und Goran Gorenac (von links). Becker, PZ-Archiv
16.05.2017

SG Pforzheim/Eutingen scheitert an der mangelhaften Konstanz

Die Tränen flossen am vergangenen Sonntag in der Sporthalle in Hagen-Volmetal. Denn die SG Pforzheim/Eutingen muss nach der 23:25-Niederlage im Relegationsspiel gegen TuS Volmetal in die Handball-Oberliga Baden-Württemberg zurück. Bitter für den Aufsteiger, der in der 3. Liga seine sportliche Heimat sieht, weil dort die Talente aus dem eigenen Stall ein passendes Umfeld fänden.

Am Ende hat es nicht gereicht. Es war zu wenig für die 3. Liga. Eigentlich war die SG als Tabellen-14. bereits nach der regulären Runde abgestiegen. Weil aber ein Platz frei wurde (ein Aufsteiger hatte verzichtet), gab es den Strohhalm Relegation. In dieser packte die SG nochmals alles aus, was sie zu bieten hatte. Nach dem Sieg im ersten Spiel gegen die SG LVB Leipzig sprach Trainer Alexander Lipps von der bisher besten Saisonleistung seiner Mannschaft. „Das Team hat die Situation in der Relegation überragend gemeistert und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Am Ende entscheiden dann Kleinigkeiten“, blickt Lipps zurück. Schließlich nutzten die „Green Devils“ vom TuS Volmetal ihren Heimvorteil vor 400 enthusiastischen Fans.

Die SG hat den Klassenerhalt nicht in der Relegation verspielt. Das wissen Trainer und Sportliche Leitung. Im Verlauf der Saison zeigte die Mannschaft um Kapitän Manuel Mönch zu wenig Konstanz. Gerde bei einigen jungen Spielern klappte es nicht immer so, wie erhofft. Da ist noch reichlich Luft nach oben. „Wir hatten gute Phasen, aber vor allem in Angriff waren wir nicht konstant genug“, bilanziert Lipps. Der Trainer verweist aber auch auf das Verletzungspech, von dem sein Team gebeutelt worden ist. So fielen Nicolai Gerstner, Philipp Schückle, Sandro Münch, Dominic Seganfreddo und Jan Strehlau mehr oder weniger lange aus. Manuel Mönch biss sich mit einem Bänderriss in der Hand lange durch. Er wird demnächst operiert.

Natürlich will die SG schnell zurück in die 3. Liga. Doch Alexander Lipps lässt sich noch kein Saisonziel entlocken. „Dass ist extrem schwer, vorherzusagen. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle.“ Deshalb zieht Lipps auch ganz tief den Hut vor dem Kollegen Hans Christensen. Der ehemalige SG-Spieler und -Trainer hat mit Salamander Kornwestheim gerade den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Handball-Liga geschafft. Trotz der negativen Erfahrung: Vom Jugendstil wird die SG Pforzheim/Eutingen nicht abrücken. Sollte ein erneuter Aufstieg gelingen, würde man alles wieder genau so machen: Eine Mannschaft stellen, die sich mehrheitlich aus eigenen Talenten rekrutiert. In der neuen Saison kommen die A-Jugendlichen Phil Burkhardt, Tim Kusch, Paul Lupus und Sebastian Melcher hinzu, wobei Melcher und Kusch auch noch A-Jugend spielen dürfen. Verstärkung von außerhalb ist nicht geplant. „Aber wir halten wie immer auch in diese Richtung die Augen offen“, sagt Alexander Lipps.

Verlassen werden die SG die Spieler Jonas Kraus (zum HC Neuenbürg), Arne Ruf (TV Hochdorf), Lukas Gallus (SG Bottwartal), Goran Gorenac und Miloje Dolity (beide Ziel unbekannt).

Trainingsauftakt für die neue Saison 2017/18 ist am Montag, 19. Juni, Saisonauftakt am 9./10. September. Am 8. August ist ein Trainingsspiel gegen den Bundesligisten TVB Stuttgart geplant.