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Stark: Beim Sieg der SG-Handballer gegen Lauterstein (dunkle Trikots) setzte sich Jan Strehlau gut in Szene.   Hennrich
Stark: Beim Sieg der SG-Handballer gegen Lauterstein (dunkle Trikots) setzte sich Jan Strehlau gut in Szene. Hennrich
29.10.2017

SG Pforzheim/Eutingen schlägt Lauterstein in der Handball-Oberliga klar

Die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen haben gegen die SG Lauterstein mit 34:20 (17:12) gewonnen. 17 Treffer der SG vor wie nach der Pause verdeutlichen, dass das Team von Trainer Alexander Lipps diesmal über 60 Minuten hellwach war.

Großen Anteil daran, dass der Drittliga-Absteiger der Spitzengruppe der Oberliga Baden-Württemberg wieder näher kam, hatte Sandro Münch. Nach einer Schulterverletzung war er bereits beim 24:19-Erfolg in Herrenberg ein wichtiger Mann gewesen.

Dass er nicht träge war, so lange er außer Gefecht war, zeigte Münch nun vor eigenem Publikum mit imposanten Sprungwürfen. Seine Tore trugen entscheidend dazu bei, dass die SG schon beim Stand von 13:9 in Minute zwanzig mit ein paar Toren vorne lag.

Zu Beginn der Begegnung hatte der Gast vom Ostzipfel Baden-Württembergs vor allem von den Kreispositionen getroffen und die Pforzheimer Abwehr kräftig beschäftigt. Doch in Minute 14 wurde Lautersteins Lenz nach einem rüden Einsatz gegen Nikolai Gerstner disqualifiziert, musste also vom Feld.

Damit war der Gast vom Lautertal, der ohne die verletzten Gebrüder Nägele und Andreas Schuster ohnehin ersatzge-schwächt angetreten war, eines wichtigen Rückraumschützen und vor allem einer Stütze im Abwehrblock beraubt. SG-Mann Jan Strehlau, nutzte die sich ergebenden Freiräume gleich dreimal mit Toren vom Kreis, Max Lupus zu Einschüssen aus Tempogegenstößen.

Unnachahmliche Hüftwürfe

Als die Gäste nach dem 17:12-Pausenstand den ersten Treffer in Durchgang Nummer zwei markierten und danach einen Konter ans Torkreuz nagelten, schien es noch einmal kritisch zu werden: Doch was Manuel Mönch noch drauf hat, zeigte er mit unnachahmlichen Hüftwürfen, mit denen er den Gast in dieser Phase fast im Alleingang besiegte. Nach dem 24:14 von Marius Hufnagel war bereits nach 41 Minuten die Messe gelesen. Maßgeblichen Anteil am wichtigen Erfolg hatte SG-Keeper Ricco Petruzzi, der über die gesamte Spielstunde hinweg nicht nur eine souveräne Abwehrleistung bot, sondern auch mit passgenauen Zuspielen die Tempoläufe von Max Lupus und Dominik Seganfreddo einleitete. Seine starke Vorstellung krönte Petruzzi, als er den Gästen in Minute 50 einen „Freien“ mit der Fußspitze aus dem Winkel stach und unmittelbar darauf einen Siebenmeter von Dangelmaier entschärfte.

SG-Trainer Lipps, der seine Mannschaft „mit der Vorgabe eines intensiven Angriffsspiels“ aufs Parkett geschickt hatte, sah „den Auftrag“ voll und ganz erfüllt. Die in den beiden letzten Spielen gezeigte Leistung gilt es nun an Allerheiligen beim noch von der Aufstiegseuphorie zehrenden TSV Steißlingen abzurufen, ehe die Englische Woche nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen den SV Remshalden endet. Wichtig, dass bei der SG derzeit der Kader komplett und auch fit ist.

SG Pforzheim/Eutingen: Petruzzi, Matijevic – Hohnerlein, Münch 6, Mönch 6, Hufnagel 2, Strehlau 4, Schlögl 3, Seganfreddo 6/4, M. Lupus 4, Catak, Gerstner, P.Lupus 1

SG Lauterstein: Wiche, F.Lackinger, Mühleisen 2, Weiß 2, Stuber 3, T.Lackinger, Kümmel 1, Dangelmaier 8/3, Schmid, Kölle 2, Lenz 1, Villforth 1, Nagel

Zuschauer: 250