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SG Pforzheim/Eutingen

Verlässt die SG: Dominik Seganfreddo, hier beim jüngsten Heimspiel gegen Steißlingen.   Becker, PZ-Archiv
Verlässt die SG: Dominik Seganfreddo, hier beim jüngsten Heimspiel gegen Steißlingen. Becker, PZ-Archiv
27.03.2018

SG Pforzheim/Eutingen schließt Personalplanung vorläufig ab

Pforzheim. Atempause für Wolfgang Lipps: Drei Vertragsverlängerungen waren noch offen und zwei Unterschriften von Tom Schlögl und Ingo Catak konnte der Sportliche Leiter der SG Pforzheim/Eutingen einsammeln. Der 20-jährige Tom Schlögl ist so etwas wie der Shooting-Star der laufenden Runde beim BW-Oberligisten.

Galt er vorher noch als Einsatzkandidat für wenige Minuten, ist er nun eine feste Größe im rechten Rückraum. Und das als Rechtshänder. Sein Talent ist nicht ganz zufällig. Sein Vater Wolfgang Schlögl spielte in den 70er- und 80er-Jahren beim TV Eutingen.

Mit seinem imposanten Körper ist Ingo Catak prädestiniert, in der Abwehrmitte die Lücken zu schließen. Der 28-jährige hat seine Stärken in der Abwehr und darf nur selten im Angriff mitwirken. Zu kräfteraubend wäre das. Der bei der SG ausgebildete Catak kehrte 2016 von einem Ausflug zum TV Bretten zu seinem Heimatverein zurück und bekleidet seit dieser Saison das Amt des Mannschaftskapitäns. Und auch sein Vater Hamza Catak trug bereits das SG-Trikot.

Verlassen wird die SG mit Dominik Seganfreddo ein Eigengewächs, das seit der B-Jugend in Pforzheim spielt. Doch neun Jahre Fahrtaufwand zwischen Heidelberg und Pforzheim gingen an die Substanz und ließen sich immer weniger mit den übrigen Aktivitäten vereinbaren. Zur neuen Saison schließt sich Seganfreddo daher der SG Leutershausen an. Sportlich ein schmerzhafter Abgang, aber angesichts der Umstände verständlich. Dennoch ist Coach Alexander Lipps nicht bange: „Mit Marius Hufnagel und Tim Kusch sind wir auf der Rechtsaußenposition immer noch überdurchschnittlich besetzt.“ Und insbesondere Tim Kusch traut der Coach eine schnelle Weiterentwicklung zu. „Er hat alle Anlagen, die man dafür braucht“.

Mit den Neuzugängen Florian Eitel (HC Neuenbürg), Tim Kusch, Sebastian Melcher, Vincent Wohlfahrt und Nik Wittke (alle eigene Jugend) sieht Alexander Lipps die Mannschaft trotz der Abgänge von Sandro Münch (Herrenberg), Rico Petruzzi (noch offen), Tobias Müller (Trainer Leonberg) und Dominik Seganfreddo (Leutershausen) gut besetzt. Ob die SG noch einmal personell aktiv wird, ist abhängig vom weiteren Verlauf des Aufstiegsrennens. „Es gibt Spieler, die wollen mindestens 3. Liga spielen und es gibt Spieler, die wollen genau das nicht. Daher müssen wir abwarten, bis der Schwebezustand beendet ist“, erläutert Wolfgang Lipps und ist angesichts noch ausstehender fünf Saisonspiele nicht undankbar für eine kleine Verschnaufpause.