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Überragend: Dass die SG gegen Remshalden knapp gewann, war auch dem achtfachen Torschützen Sandro Münch (mit Ball) zu verdanken. Foto: Hennrich
Überragend: Dass die SG gegen Remshalden knapp gewann, war auch dem achtfachen Torschützen Sandro Münch (mit Ball) zu verdanken. Foto: Hennrich
05.11.2017

SG Pforzheim/Eutingen setzt sich 27:26 gegen Remshalden durch

Pforzheim. Sie haben es mal wieder spannend gemacht. Unnötig spannend. Die erhofften zwei Punkte haben sich die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen mit dem 27:26 (18:14) daheim gegen den SV Remshalden gesichert. Was über weite Strecken wie eine mehr oder weniger klare Angelegenheit wirkte, wurde am Ende noch richtig eng und knifflig, ehe Max Lupus mit seinem dritten Treffer elf Sekunden vor Schluss mit dem 27:25 die Entscheidung glückte. Remshaldens letzter Treffer Sekunden später tat nicht mehr weh.

Kurzweiliges Kampfspiel

Die Oberliga-Saison ist bislang ein stetes Auf und Ab für die Pforzheimer – ähnlich wie die Partie am Samstagabend. Die Schlussphase war vogelwild und bot fast alles, was Handball zu bieten hat. Remshalden brachte viele Emotionen in die Partie – Spielertrainer Frederick Griesbach gefiel das. „Es war hitzig, es war nicklig, ein harter Fight. Aber es bleibt nichts zurück. Nach dem Spiel gibt man sich die Hand“, freute er sich über den „Kampfsport“, der seiner Ansicht nach der Handball sein sollte. 15 Zeitstrafen, drei Rote Karten und neun Siebenmeter sprechen eine deutliche Sprache. Sein Kollege Alexander Lipps hätte sicher liebend gerne auf den einen oder anderen Aufreger verzichtet. „Wir schaffen es einfach nicht, die letzten 15 Minuten in Ruhe heimzubringen“, ärgerte er sich darüber, dass aus einem 22:18 (47. Minute) am Ende nur ein hauchdünner Erfolg wurde.

Acht Tore von Sandro Münch

Mit einer 5:1-Führung (7.) hatten die Pforzheimer früh eine Basis geschaffen, von der sie fast die gesamte Partie zehrten. Diesen Vorsprung verdankten die Gastgeber vor allem einer Zwei-Mann-Show: Sandro Münch (acht Tore) traf aus dem Rückraum phasenweise fast nach Belieben, Dominik Seganfreddo (7/3) war von Rechtsaußen kaum zu bremsen. Doch mit ihren schnellen und überfallartigen Angriffen sowie den individuellen Qualitäten von Hendrick Wiesner (6), Marvin Klein (5) und Marian Rascher (6/2) vertrieben die Gäste ihre Gastgeber immer wieder aus der Komfortzone und sorgten für eine hektische Schlussphase, in der auch die Schiedsrichter häufig unglücklich agierten. Die dritte Zeitstrafe für Seganfreddo, die Rot bedeutete, hätte eigentlich Max Lupus bekommen müssen. Ingo Catak bekam seine dritte Zeitstrafe, weil er sich bei einem gegnerischen Freiwurf zu früh vom eigenen Kreis löste. Mal wurden scheinbar klare Treffer nicht gegeben, mal gab es Siebenmeter, wo eigentlich ein Stürmerfoul angezeigt war. „Aber ich mache den Schiedsrichtern keinen großen Vorwurf. Wir müssen einfach cleverer sein“, brachte es der achtfache Torschütze Münch, der lange Zeit im Rückraum Alleinunterhalter war, auf dem Punkt.

Torhüter Matijevic ein Rückhalt

Dass es am Ende reichte, verdankt das SG-Team einzelnen Glanztaten. Nachdem lange Zeit fast nichts über den Kreis gegangen war, gelangen Jan Strehlau gegen eine zunehmend offensivere Remshaldener Abwehr am Ende zwei wichtige Treffer. Mile Matijevic im SG-Tor hielt ein-, zweimal stark. Und Max Lupus machte am Ende, als die Pforzheimer in Unterzahl gegen eine offene Manndeckung spielen mussten, den letztlich entscheidenden Treffer.