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SG Pforzheim/Eutingen

Auch Trainer Alexander Lipps bangt nach der Verletzung um seinen Spielmacher Julian Broschwitz. Foto: PZ-Archiv/Becker
Auch Trainer Alexander Lipps bangt nach der Verletzung um seinen Spielmacher Julian Broschwitz. Foto: PZ-Archiv/Becker
10.03.2019

SG Pforzheim/Eutingen sichert sich im Spitzenspiel beim Tabellenführer einen Zähler

Blaustein/Pforzheim. Im Spitzenspiel der Handball-Oberliga war die SG Pforzheim/Eutingen zeitweise auf Erfolgskurs, sah kurz vor Spielende wie der Verlierer aus – und sicherte sich dann quasi mit dem Schlusspfiff durch den achten Treffer von Manuel Mönch beim Tabellenführer TSV Blaustein mit einem 25:25 (14:10) noch einen Zähler.

„Am Ende haben wir eine tolle Moral gezeigt. Ergebnis und Spielverlauf können im Rest der Saison wichtig für die Köpfe sein“, sagt Wolfgang Lipps, Sportlicher Leiter bei der SG Pforzheim.

Erstaunlich ist der Erfolg auch deshalb, weil die Pforzheimer nach rund 20 Spielminuten mit Julian Broschwitz den Spielmacher und Kopf des Teams mit einer Knieverletzung verloren. Zuvor hatte der Mittelmann mit dem Tor zur 10:8-Führung seinen zweiten Treffer erzielt. Die Verletzung soll am Montag näher untersucht werden. „Wir hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagt Lipps.

Um den Spielmacher zu ersetzen, mussten die Pforzheimer auch etwas improvisieren. Denn mit Nicolai Gerstner (Knie) und Paul Lupus (Schulter) fehlten zwei potenzielle Vertreter auf der Mittelposition. So musste Leon Gerstner, ein A-Jugendspieler, in die Bresche springen. „Er hat ein Superspiel gemacht“, lobt der Vereinsvorsitzende Jörg Lupus den Nachwuchsspieler. Kurz vor der Pause lag die SG beim 14:9 erstmals fünf Treffer vorne, hielt diesen Vorsprung bis zum 16:11. Dann folgte ein Zwischentief, für das Lupus auch den Kräfteverschleiß verantwortlich machte. Nun kämpften sich die Blausteiner mit dem zweitligaerfahrenen Jan Marco Behr auf der Spielmacherposition aber Tor um Tor heran und glichen zum 19:19 aus. Das Spiel wogte hin und her, schien aber entschieden, als Markus Hellmann die Gastgeber exakt zwei Minuten vor Schluss 25:23 in Führung geworfen hatte.

Doch Pforzheim steckte nicht auf. Die starke Abwehr hielt die restlichen 120 Sekunden dicht. Und vorne sorgten zwei Routiniers für den Punktgewinn: Marius Hufnagel mit seinem einzigen Treffer des Tages sowie Manuel Mönch. „Am Ende war es eher ein gewonnener Punkt“, freute sich Jörg Lupus.