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Grübelnd beobachtet SG-Trainer Alexander Lipps (Zweiter von links) mit seinen Einwechselspielern die Partie gegen Baden-Baden. ripberger 

SG Pforzheim/Eutingen verliert gegen Baden-Baden verdient mit 29:31

Die SG Pforzheim/Eutingen bleibt in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg eine Wundertüte. Nach zwei starken Vorstellungen folgte am Samstagabend im Spitzenspiel gegen den TVS Baden-Baden der erneute Rückschlag. Der 31:29 (15:12)-Erfolg der Gäste geht in Ordnung, auch wenn die SG in einer turbulenten Schlussphase noch die Chance auf zumindest einen Punkt hatte.

„Das ist bitter. Mit einem Sieg wären wir Zweiter gewesen. Am Ende haben uns auch ein paar dumme Zeitstrafen um den Lohn gebracht“, ärgerte sich SG-Rückraumspieler Sandro Münch. SG-Coach Alexander Lipps war etwas ratlos. „Unter der Woche hat schon im Training ein wenig die Intensität gefehlt. Vielleicht schwinden nach den Englischen Wochen auch ein wenig die Kräfte.“

Die SG begann stark, lag bis zur 20. Minute leicht in Führung. Der Gegner aus Sandweier, der sich aus Marketing-Gründen in TVS Baden-Baden umbenannt hat, wurde aber immer stärker und führte zur Pause schon mit 15:12.

Außen und Kreisläufer wichtig

Weil beide Mannschaften sehr aggressiv und offensiv deckten, lief im Angriff viel über Außen und den Kreis. Bester Mann auf dem Feld war Oberliga-Torjäger Christian Fritz. Der Rechtsaußen der Gäste erzielte 13 Treffer (davon 8 Siebenmeter). Bester Torschütze bei der SG war auch der Rechtsaußen: Dominik Seganfreddo traf neunmal (davon 5 Siebenmeter).

Obwohl die Gäste die bessere Mannschaft stellten, durfte die SG Mitte der zweiten Hälfte und in der Schlussphase auf ein Erfolgserlebnis hoffen. Doch das junge Team stellte sich selbst ein Bein. Nach einem 18:23-Rückstand war man auf 22:23 herangekommen (47. Minute). Zwei Zeitstrafen innerhalb von 13 Sekunden für Julian Broschwitz und Ingo Catak besiegelten das Schicksal der SG. Baden-Baden zog vorentscheidend auf 22:26 davon. Zweimal traf man ins leere Tor, nachdem die SG den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers geopfert hatte.

Die Schlussphase wurde mit vier Toren innerhalb von 66 Sekunden noch einmal mega-spannend. Sandro Münch ließ die SG mit dem Tor zum 28:29 hoffen. Der starke Ex-Pforzheimer Niklas Jolibois machte mit einem spektakulären Treffer zum 28:30 vermeintlich alles klar. Erneut Münch konterte zum 29:30. Im Gegenzug machte Daniel Grimm den Sack dann endgültig zu für die Gäste.