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Auf der Suche nach der Lücke in der Willstätter Abwehr war die SG Pforzheim/Eutingen – hier Sandro Münch am Ball – nicht immer erfolgreich. Foto: Ripberger
Auf der Suche nach der Lücke in der Willstätter Abwehr war die SG Pforzheim/Eutingen – hier Sandro Münch am Ball – nicht immer erfolgreich. Foto: Ripberger
14.01.2018

SG Pforzheim/Eutingen verspielt gegen Willstätt Vier-Tore-Führung

Pforzheim. Enttäuschte Gesichter bei den Handballern der SG Pforzheim/Eutingen: Zum Rückrundenauftakt hat das Oberliga-Team von Coach Alexander Lipps das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TV Willstätt in den letzten Minuten aus der Hand gegeben. 23:23 stand es am Ende. „Das ist klar ein verlorener Punkt“, ärgerte sich Lipps nach dem Spiel.

Dabei hatte die Begegnung ganz nach den Vorstellungen des SG-Coaches angefangen: Nach neun Minuten führte der Oberligist mit 5:2. Zwar hatte der SG-Angriff sichtlich Schwierigkeiten, sich gegen das engmaschige 6:0-Abwehrnetz der Gäste durchzusetzen, im Verlaufe des Spiels fanden die Akteure aber Lösungen, um zu Torabschlüssen zu kommen.

„Wie aus dem Nichts“

Nachdem Willstätt zwischenzeitlich ausgeglichen hatte und einmal in Front lag, legten die Gastgeber gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal eine Schippe drauf und erarbeiteten sich eine 14:10-Halbzeitführung.

Im zweiten Durchgang lag Pforzheim meist mit vier Toren vorne – wenig deutete darauf hin, dass sich das noch ändern würde. In der 53. Spielminute führte die SG noch mit 23:19 – doch fast wie aus dem Nichts kämpfte sich Willstätt noch einmal heran, begünstigt durch einen verworfenen Sieben-Meter von Max Lupus und eine Zeitstrafe gegen Michael Hohnerlein. Praktisch mit der Schlusssirene fiel der 23:23-Ausgleich: Nach einem abgewehrten Schuss kam Régis Matzinger rechts am Wurfkreis noch an das Leder und versenkte es.

Willstätts Trainer Markus Simowski hätte eigentlich zufrieden sein können, denn „dem Spielverlauf nach ist es für uns ein gewonnenes Spiel“. Aber wirklich glücklich war er nicht. Das Match sei von Fahrigkeiten und Fehlern auf beiden Seiten geprägt gewesen. Unnötige Ballverluste im Aufbauspiel, Patzer im Abschluss – „es war kein Spiel auf hohem Niveau“, bemängelte Simowski.

Sein Kollege Lipps kritisierte einmal mehr die Chancenverwertung seiner Jungs. Besonders bitter an dem verschenkten Punk: Willstätt ist ein direkter Konkurrent im Aufstiegsrennen. Mit einem Sieg hätte sich Pforzheim den zweiten Platz zurückholen können. Nun hat ihn weiter der TV Willstätt inne. Für Trainer Lipps geht es nun darum, am kommenden Samstag gegen Schwäbisch Gmünd „zwei Punkte zu holen, um die Platzierung zu halten“.