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Bereit für die neue Handball-Saison: Das Team der SG Pforzheim/Eutingen mit Betreuern, Funktionären und Sponsoren. Foto: Seibel
Bereit für die neue Handball-Saison: Das Team der SG Pforzheim/Eutingen mit Betreuern, Funktionären und Sponsoren. Foto: Seibel
24.07.2015

SG Pforzheim/Eutingen will aufsteigen: Neuer Anlauf in neuer Halle

„Ich habe Mega-Bock auf die Bertha-Benz-Halle“, sagt Alexander Lipps. Der Trainer der SG Pforzheim/Eutingen freut sich auf die neue Saison der Handball-Oberliga Baden-Württemberg (BWOL) in der neuen großen Sporthalle. Und er hat ehrgeizige Ziele. Das wurde am Donnerstagabend bei der Präsentation der neuen Mannschaft im Wasserwerk der Stadtwerke Pforzheim, dem Hauptsponsor der SG, rasch deutlich. In der bereits am 29. August beginnenden Saison strebt die SG einen Spitzenplatz an – möglichst sogar Platz eins oder zwei, der zum Aufstieg in die 3. Liga berechtigt.

Mit welchen Zielen geht die SG in die neue Saison?

Der Anspruch der SG muss es eigentlich sein, in der 3. Liga zu spielen. Das sagen auch Vorsitzender Jörg Lupus und der Sportliche Leiter Wolfgang Lipps. Die 3. Liga wäre auch das ideale Umfeld für die richtig guten Talente, die jedes Jahr aus der eigenen A-Jugend kommen. Die Nachwuchsarbeit der SG genießt mittlerweile bundesweit einen guten Ruf. Doch zur Jugend muss auch die Erfahrung kommen. Nur mit eigenen Spielern reicht es nicht zum Aufstieg, wie die Vergangenheit gezeigt hat. „Ich glaube, diese Saison haben wir eine gute Mischung“, sagt Jörg Lupus. Mit Stolz verweist er darauf, dass im aktuellen 24-er Kader 22 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kommen.

Wer sind die Favoriten in der BWOL-Saison 2015/16?

Die SG will vorne mitmischen. Zu den Favoriten zählen ferner die HG Oftersheim/Schwetzingen, TV Willstädt und TSV Neuhausen. Die Liga ist insgesamt sehr ausgeglichen. „Es gibt keine Übermannschaft“, sagt Alex Lipps, der sich auch auf das Derby gegen Aufsteiger TV Bretten freut. Wichtig für die SG wird sein, Konstanz in die Leistungen zu bringen. Die fehlte vergangene Saison. Hinzu kam Verletzungspech. „Wenn wir Konstanz in unser Spiel bringen, dann will ich die zwei Mannschaften sehen, die am Ende vor uns stehen“, gibt sich der Coach kämpferisch.

Was ist von den Neuzugängen zu erwarten?

Vor allem im Rückraum, wo Handballspiele meist entschieden werden, fehlte es der SG zuletzt etwas an Qualität. Mit Lukas Gallus kommt ein 22-jähriger Rückraumspieler von der SG BBM Bietigheim II. Er ist variabel im Rückraum einsetzbar. „Er passt sehr gut in unser Spielsystem und hat sich sehr gut und sehr schnell integriert“, lobt Alex Lipps den Neuzugang, der in Pforzheim studiert. Groß und kräftig ist Raphael Blum. Der erst 19-jährige Rückraumspieler vom Lokalrivalen TGS Pforzheim hatte schon vielversprechende Einsätze in der 3. Liga. Von den fünf Neuen aus der eigenen A-Jugend ist Linksaußen Max Lupus aktuell am weitesten.

Wer verlässt die SG?

Vor allem der Abgang von Jugendnationalspieler Pascal Kirchenbauer schmerzt. Eigentlich wollte die SG ein Zweitspielrecht für das Talent. Weil aber der Verband fordert, dass Jugendnationalspieler mindestens in der 3. Liga spielen sollen, ging die SG letztlich leer aus. Kirchenbauer wechselte in die 2. Liga nach Friesenheim und hat ein Zweitspielrecht beim Drittligisten TV Hochdorf. Ein Verlust ist sicher aus der Abgang von Linksaußen Hagen Körner, der zur TGS Pforzheim zurückkehrt.

Findet das erste Heimspiel der SG in der neuen Bertha-Benz-Halle statt?

Im Prinzip ja, aber es gibt Probleme: Die Qualität einiger Bauteile in der Halle entspricht nicht dem Brandschutz-Standard, den die Stadt Pforzheim mit der ausführenden Firma vertraglich vereinbart hatte. In den Sommerferien muss nachgebessert werden. Deshalb ist die Halle am 29. August, wenn die SG ihr erstes Heimspiel gegen den TV Plochingen bestreiten soll, eigentlich noch nicht bespielbar. Die SG, die für diesen Tag schon ein Rahmenprogramm mit einigen Highlights geplant hat, pocht aber auf diesen Termin. Deshalb will man sich in den kommenden Tagen auch noch einmal mit den Verantwortlichen bei der Stadt in Verbindung setzen. Bei der SG freut man sich sehr auf die neue Halle, trotz der bekannten Schwierigkeiten. So ist Pforzheim jetzt der einzige Verein in der BWOL, bei dem die Gastvereine ihre Autos nicht kostenlos parken können.