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Erfolgreich auf Torejagd ging zuletzt Max Lupus für die SG Pforzheim/Eutingen. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Erfolgreich auf Torejagd ging zuletzt Max Lupus für die SG Pforzheim/Eutingen. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
19.11.2015

SG Pforzheim/Eutingen will guten Lauf im Heimspiel fortsetzen

Von den Pforzheimer Handball-Spitzenteams spielt am Wochenende nur der zuletzt im Aufwind befindliche Oberligist SG Pforzheim/Eutingen daheim. Die beiden Drittligisten aus Pforzheim sind auswärts gefordert. Die TGS steht nach der bitteren Heimniederlage gegen Heilbronn-Horkheim vor einer ganz hohen Auswärtshürde, die Frauen der HSG hoffen in Waiblingen auf Zählbares.

Lange Gesichter gab es beim Anhang der TGS Pforzheim zuletzt. Nach der Heimniederlage wurde das Team wieder vom Tabellenmittelfeld geschluckt. Bei lediglich drei Zählern Differenz zu Abstiegsrang 14 muss man den Blick sogar wieder nach unten richten. Nach drei Niederlagen in fünf Heimspielen muss man wohl sogar froh darüber sein, dass es am Samstag bei der HBW Balingen/Weilstetten II wieder auswärts ran geht. Aber man sollte sich nicht zu früh freuen. Bei der Perspektivmannschaft des schwäbischen Bundesligisten kassierte die TGS mit 23:31 und 24:30 in den vergangenen Jahren deutliche Pleiten. Da wird das Pforzheimer Team seine ganze Kampfkraft in die Waagschale werfen müssen. Oder, wie es Wolfgang Taafel nach dem Horkheimer Spiel ausdrückte: „In der gegnerischen Abwehr dorthin gehen, wo es wehtut“.

Die Reserve des HBW befindet sich nach den jüngsten Erfolgen auch im Aufwind und tritt voller Selbstvertrauen an. Trainer Andre Doster hat fast seinen kompletten Kader zur Verfügung und kann auf eine stabile Defensive bauen. Im Angriff sorgen die Rückraumschützen Kirsch und Zobel sowie die antrittsschnellen Außen Thomann und Nothdurft für Wirbel.

Eitel Sonnenschein hingegen bei der SG Pforzheim/Eutingen. Nachdem man der HSG Konstanz II mit einem 34:29-Sieg den Heimnimbus geraubt hat, ist der zum Aufstieg berechtigende Rang zwei in der Oberliga wieder ein Thema. Der überraschende Erfolg ist umso bemerkenswerter, da er ohne Leistungsträger wie Mönch, Gerstner, Koppmeier und Langenfeld verbucht wurde. Dass Drasko Mrvaljevic immer besser in die Rolle des Leitwolfs findet und Talent Max Lupus auf Linksaußen sicher traf, waren Pluspunkte. Mit Lupus und dem seit Wochen starken Dominik Seganfreddo hat die SG auch am Samstag im Heimspiel gegen den TSB Schwäbisch Gmünd eine starke Flügelzange. Unterschätzen darf man den Gast aber nicht: Die Schwaben haben drei ihrer fünf Auswärtsspiele gewonnen und stellen mit Frölich und Häfner zwei Top-Ten-Torschützen der Liga.

Für den TV Bretten wird es am Sonntag im Heimspiel gegen den Drittliga-Absteiger TSV Neuhausen nicht einfach werden, den wichtigen Erfolg von Sandweier zu bestätigen, zumal Torjäger Daniel Schunk gesperrt fehlen wird.

In der 3. Liga der Frauen muss sich die HSG TB/TG 88 Pforzheim am Sonntag beim VfL Waiblingen mit einem punktgleichen und wohl auch leistungsmäßig ebenbürtigen Gegner auseinandersetzen. Dennoch fährt die Truppe von Matthias Cullmann erwartungsfroh ins Remstal. Die Tatsache, dass Franziska Ramirez und Sophia Sommerrock es zunehmend verstehen, die durch die kurze Deckung gegen Nastja Antonewitch entstehenden Freiräume zu nutzen, macht auch den Trainer optimistisch.