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Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Foto: PZ-Archiv/Ripberger
10.05.2017

SG Pforzheim/Eutingen will über die Relegation den Klassenerhalt schaffen

Einige Kilometer südlich von Dortmund geht es am Wochenende für vier Mannschaften aus den vier Staffeln der 3. Handball-Liga um Alles oder Nichts. Nur eines der vier Teams kann nach derzeitigem Stand den Klassenerhalt via Relegation schaffen und im westlichen Sauerland die süße Belohnung kassieren.

Nur allzu gerne wäre die SG Pforzheim/Eutingen jene Mannschaft, die in Volmetal durch die Hintertür zurück in die dritte Liga schlupft. Dazu aber muss der Vertreter der 3. Liga Süd zunächst am Samstag (15.00 Uhr) den Ost-Vertreter SG LVB Leipzig in Schach halten. Einen Tag später müsste die Truppe von Alexander Lipps dann am Sonntag (10.00 Uhr) auch noch den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem gastgebenden TuS Volmetal (West) und der SG VTB Altjührden (Nord) bezwingen. In den vergangenen beiden Jahren haben es auch schon zwei oder drei Mannschaften über die Relegation geschafft. Momentan sieht es aber so aus, als gibt es 2017 nur einen.

In Pforzheim haben sie alles getan, um gute Chancen auf diesen rettenden Platz zu haben. Bereits am morgigen Freitag reist die Mannschaft in zwei Kleinbussen nach Westfalen, bezieht ihr Hotel, absolviert eine letzte Trainingseinheit vor Ort.

Erfordern besondere Spiele besondere Maßnahmen? Für Alexander Lipps nicht unbedingt. Anreise und Hotel würden ja außergewöhnlichen Umstände bereits signalisieren. „Aber eigentlich schätzen Spieler die Normalität. Sie haben es nicht so gerne, wenn sich allzu viel ändert. Davon abgesehen ist der Druck natürlich da“, sagt der SG-Trainer. Als Spieler der SG Pforzheim hat er schon zwei Abstiege mitgemacht, als Trainer würde er, „wenn es irgendwie geht“, auf diese Erfahrung gerne verzichten. Ein Weltuntergang wäre der Abstieg für seine Mannschaft sicherlich nicht, schließlich breche das Team nicht auseinander. Aber unschön sei ein Abstieg halt schon. Oder, wie es Lipps formuliert: „Mega bescheiden.“

Spielstarker Gegner

Über den Gegner informiert sich Lipps vor allem über Videomitschnitte von Punktspielen. Seinen Handballern wird er das Wichtigste daraus zusammenschneiden. Spielstark seien die Leipziger, sagt Pforzheims Trainer über den Kooperationspartner des Erstligisten SC DHfK Leipzig. Vier junge Akteure des Teams aus der sächsischen Hauptstadt haben ein Doppelspielrecht – da trifft die SG Pforzheim/Eutingen also auf einige Spieler mit Bundesliga-Erfahrung. Die Leipziger bevorzugen die defensive 6-0-Variante in der Abwehr und verfügen in der Offensive über eine ganze Reihe starker Linkshänder.