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Im Oberliga-Heimspiel waren die SG-Handballer mit Marius Seifried (rechts) stets voraus. Selbst Marian Rascher, als fünffacher Torschütze ein wichtiger Mann bei den Gästen, kam nicht mit.  Hennrich
Im Oberliga-Heimspiel waren die SG-Handballer mit Marius Seifried (rechts) stets voraus. Selbst Marian Rascher, als fünffacher Torschütze ein wichtiger Mann bei den Gästen, kam nicht mit. Hennrich
03.02.2019

SG Pforzheim/Eutingen wird zu Hause ihrer Favoritenrolle gerecht

Pforzheim. Mit einer vermeintlich einfachen Aufgabe sahen sich die Oberliga-Handballer der SG Pforzheim/Eutingen gegen den SV Remshalden konfrontiert. Der Gegner ist ein Abstiegskandidat, der auch in der Pforzheimer Bertha-Benz-Halle chancenlos war. Die SG als Tabellenzweiter wurde ihrer Favoritenrolle mit einem völlig verdienten 30:24 (15:9) gerecht.

Trotz des vergangenen Spiels, das die SG bei der zweiten Mannschaft HSG Konstanz mit 30:34 verloren hatte, gingen die Hausherren mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung. „Wir wollten von Anfang an sicher in der Deckung stehen und mit der nötigen Aggressivität den Gegner schon früh im Spielfluss stören“, erläuterte SG-Trainer Alexander Lipps später die Marschrichtung.

Nach 15 Minuten stand es schon 11:3 für die Heimmannschaft. Die SG dominierte und kontrollierte das Angriffsverhalten der Gäste bis zur Pause fast nach Belieben.

SG-Spieler Broschwitz schaffte es immer wieder mit erfolgreichen Würfen aus der Distanz die gegnerische Deckung zu umgehen. „Mir hat auf Pforzheimer Seite Julian Broschwitz außerordentlich gut gefallen. Er ist selbst sehr treffsicher und bringt seine Kollegen häufig in gute Wurfpositionen“, so der sichtlich beeindruckte Gästetrainer Alexandr Prasolov. Remshalden konnte man auf den wieder genesenen Marian Rascher zurückgreifen, der mit fünf Toren bester Werfer der Gäste war und den Rückstand seines Teams bis zur Halbzeit auf sechs Tore verkürzte. Das Projekt SG-Heimsieg war zu diesem Zeitpunkt kaum noch gefährdet: Zu deutlich war das Kräfteverhältnis zu Gunsten der Gastgeber.

Entspannter Abend für SG-Fans

Der zweite Durchgang bot wenig Abwechslung. Prasolovs Mannschaft agierte wenig oberligatauglich und hatte zu viele Abspielfehler und Fehlwürfe vor dem Tor, wohingegen die SG mit ihrer körperlichen Robustheit, ihrer Gedankenschnelligkeit und ihrer spielerischen Klasse brillierte und den Fans so einen entspannten Abend bescherte. Remshaldens Torhüter hatten es dagegen merklich ungemütlicher. Ein ums andere Mal schlugen die Bälle in ihrem Netz ein. Sie blieben in der zweiten Hälfte genauso chancenlos wie ihre Mannschaftskameraden auf dem Feld.

Am Ende stand ein verdienter SG-Erfolg, der Vorfreude auf die anstehenden Auswärtsbegegnungen gegen die starken Mannschaften aus Herrenberg und Söflingen macht. Ein ähnlich guter Auftritt ist bei diesen Duellen Pflicht, da dort „die Halle brennen wird“, wie Lipps sagt. In Herrenberg gelte es, den zweiten Platz zu verteidigen.

Über die Partie gegen Remshalden sagte der Pforzheimer Trainer: „Das war eine gute Reaktion auf das verlorene Spiel gegen Konstanz. So was wünscht man sich nach jeder Niederlage.“