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War gegen Weinsberg sehr treffsicher: Jonathan Buck warf am Samstag zehn Tore für die SG.  Foto: Hennrich 

SG Pforzheim/Eutingen zündet Handball-Feuerwerk gegen Weinsberg

Pforzheim. Mit einem Sieg in nicht erwarteter Höhe hält die SG Pforzheim/Eutingen die Verfolger in der Handball-Oberliga Baden-Württemberg weiter auf Abstand und untermauerte eindrucksvoll die Aufstiegsambitionen. Am Samstagabend gewann das Team von Trainer Alexander Lipps deutlich mit 41:21 (19:11) gegen den TSV Weinsberg in der Bertha-Benz-Halle. „Die Mannschaft hat die Vorgaben bis zur Schlusssirene durchgezogen“, lobte Trainer Lipps. Über den Kantersieg zeigte sich der SG-Coach dennoch überrascht, da die Gäste aus Weinsberg zu den treffsichersten Teams in der Liga zählen.

In der Vorwoche konnten die Weinsberger mit dem unerwarteten Heimsieg gegen die HSG Konstanz II ordentlich Selbstvertrauen tanken. Doch von einer breiten Brust war bei den Gästen lediglich in der Anfangsphase etwas zu merken. Zwar hatten die SG Pforzheim/Eutingen wenig Mühe, konnte sich allerdings bis zur 17. Minute lediglich mit zwei Toren absetzen. Anschließend legte der Spitzenreiter los und konnte sich trotz zweifacher Unterzahl bis zur Halbzeit einen Vorsprung von acht Toren erarbeiten (19:11). Mehrfach verzweifelten die Gäste am hervorragenden SG-Torhüter Bastian Rutschmann und der offensiven Verteidigung der SG.

Auch nach der Pause stark

Wer in der zweiten Halbzeit mit einem anderen Gesicht der Gäste gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Weinsberg erwischte einen rabenschwarzen Start in die zweite Halbzeit. Dabei hatte die SG wenig Mühe und profitierte von zahlreichen unnötigen Ballverlusten des Gegners. Mit dem Treffer von Jonathan Buck zum 28:12 (40.) konnte die SG den Vorsprung auf 16 Tore ausbauen. Insbesondere Leon Gerstner zeigte sich in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff bestens gelaunt und traf viermal. Mit der hohen Führung im Rücken wechselte Trainer Lipps im Tor und gab dem jungen Adam Studentkowski Einsatzzeit. Weiterhin fand Weinsberg in der sehr fairen Partie mit nur drei Strafzeiten kein Mittel gegen die Goldstädter. Diese hielten die Spannung im Team bis zum letzten Moment hoch und gewannen am Ende deutlich.

TSV in schlechter Verfassung

„Bis auf den Spielbeginn haben wir uns schwer getan und keine freien Abschlüsse erspielen können“, resümierte Gästetrainer Matthias Friebe. „Mit solch einer Verfassung ist es nicht möglich, gegen solch ein starkes Team etwas zählbares zu holen“, legte er nach. Dagegen lobte SG-Trainer Lipps die Einstellung seines Teams. „Wir wollten zu Beginn der zweiten Halbzeit den Deckel aufsetzen und haben dies eindrucksvoll bewiesen“, freute sich Lipps.

Mit dem Kantersieg hat die SG sieben Spieltage vor Schluss ein Zeichen an die Konkurrenz gesendet. Hinsichtlich der Verpflichtung von Tim Ganz von den Rhein-Neckar Löwen (PZ hat berichtet), sprach Lipps im Rahmen der Pressekonferenz gegen Weinsberg von einem Spieler mit enormer Qualität. Am kommenden Samstag trifft die SG auf das Tabellenschlusslicht aus Fellbach.