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Auch Michael Hohnerlein konnte die Pleite nicht abwenden. Foto: Becker, PZ-Archiv
Auch Michael Hohnerlein konnte die Pleite nicht abwenden. Foto: Becker, PZ-Archiv
10.09.2017

SG sieht in Willstätt kein Land: Pforzheim verliert zum Oberliga-Auftakt verdient mit 24:29

Willstätt/Pforzheim. Erst fünf Minuten und exakt 48 Sekunden waren am Samstagabend in Willstätt gespielt, da lag die SG Pforzheim/Eutingen bereits mit 1:5 zurück. Gegen den stark eingeschätzten TV Willstätt war dies eine Hypothek, die fortan schwer auf den Schultern des Absteigers lastete – zu schwer: Über das ganze Spiel hinweg kam der Handball-Oberligist aus der Goldstadt nicht mehr näher heran und hatte am Ende mit 24:29 (9:16) das Nachsehen.

Nur in der Zeit zwischen der 33. und der 43. Minute schaffte es die SG, die Hausherren etwas in Bedrängnis zu bringen. Doch weil die Gäste auch in diesem Teilabschnitt drei Chancen liegenließen, blieb der Rückstand unverändert hoch. „Im Angriff haben wir über eine lange Zeit nicht zu den Situationen gefunden, die wir haben wollten“, sagte Trainer Alexander Lipps am Tag nach der Auftaktniederlage. Ganz anders Willstätt: Ganz gleich, welche Abwehrformation man dem TV entgegengesetzt habe, stets habe dieser die richtigen Lösungen gefunden.

Begonnen hatte die SG in einer 3:2:1-Formation. Doch in dieser tat sich die Deckung schwer damit, ins Spiel zu finden. Hinzu kamen in der ersten Hälfte gleich vier „kleine Nackenschläge“: So bezeichnete Coach Lipps die Situationen, in denen die Gastgeber stets innerhalb kürzester Zeit zweimal in Folge einnetzten. So ging es für Pforzheim mit einem kaum mehr aufzuholenden Sieben-Tore-Rückstand (9:17) in die Kabine.

Auch als die Gäste aus dieser wieder draußen waren, taten sich besonders ihre Rückraumspieler schwer. Doch es war die Leistung der gesamten Mannschaft, die den Sieg unmöglich machte: „Wenn außer Michael Hohnerlein und Max Lupus keiner auf ein entsprechend hohes Niveau kommt, dann kann es gegen eine Mannschaft wie Willstätt nicht reichen“, bilanzierte Lipps. So lag sein Team auch nach der stärksten Phase noch mit sechs Toren zurück (15:21, 43. Minute) und konnte den sicheren TVW-Sieg auch in der Schlussviertelstunde nicht mehr gefährden.

SG: Matijevic, R. Petruzzi – Hohnerlein 4, Münch 2, Hufnagel 2, Broschwitz 8/5, Strehlau, Schlögl, Seganfreddo 1, M. Lupus 5, Catak, Gerstner, P. Lupus 2