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Nicht schön anzusehen war aus Pforzheimer Sicht die 0:4-Niederlage der SV Kickers gegen den SGV Freiberg.
Nicht schön anzusehen war aus Pforzheimer Sicht die 0:4-Niederlage der SV Kickers gegen den SGV Freiberg. © Becker/PZ-Archiv
29.11.2014

SV Kickers Pforzheim gehen mit 0:4 gegen SGV Freiberg unter

Man kann in der Oberliga gegen den SGV Freiberg verlieren. Das Team zählte vor der Saison noch zu den Favoriten auf den Titelgewinn. Man kann so verlieren, dass die Zuschauer trotzdem zufrieden sind über die Leistung und den Kampf auf dem Spielfeld. Und man kann so gegen den SGV Freiberg verlieren, wie es am Samstag dem SV Kickers Pforzheim passiert ist: Mit 0:4 und nur mit vereinzelter Gegenwehr.

Es hat sich in der Fußballszene ja nun hinlänglich herumgesprochen, dass der Verein von der Wilferdinger Höhe kein Geld mehr hat, um den Oberliga-Kader zu bezahlen. Das ist kein Beinbruch, so etwas Ähnliches kennt man schon in Pforzheim. Wenn da der ein oder andere auf dem Platz einen dicken Berg Frust vor sich her schiebt, kann man das auch verstehen. Aber wenn man für ein Team spielt und die Zuschauer am Spielfeldrand den Sieg erhoffen, dann muss man einfach etwas mehr laufen und kämpfen als nur unbedingt notwendig.

Am Samstag waren die Kickers gespalten in Spieler, die tatsächlich zeigen wollten, was sie drauf haben, und solche, die eher etwas leidenschaftsloser ihr Standardprogramm abspulten. Das hatte dann zur Folge, dass die Freiberger durch Spetim Muzliukaj (14. Minute) und Marius Kunde (18. Minute) schnell mit 2:0 in Führung gehen konnten. Demir Januzi erhöhte in der 37. Minute auf 3:0 für den Gast, der vor dem Spiel nur vier Punkte Vorsprung in der Tabelle hatte.

Bei den Kickers gab es in der ersten Halbzeit zwei gelbe Karten zu vermelden. Es sollten in der zweiten Hälfte noch vier weitere folgen – plus eine Gelb-Rote. Drei Wechsel gab es beim SV und beim SGV – und das auch das Spiel wechselte sein Gesicht. Es fielen in der regulären Spielzeit keine Tore mehr. Erst zum Abpfiff hin wurde es etwas hektisch. Da hagelte es gelbe Karten und wegen Meckerns nach einer Elfmeterentscheidung auch noch eine Variante in Gelb-Rot für die Pforzheimer. Zuvor hatte Bastian Joas in der ersten Minute der Nachspielzeit einen Strafstoß für den SGV Freiberg zum 4:0-Sieg der Gäste verwandelt.

Damit rutschen die Kickers auf Rang 15 und bleiben in der Abstiegszone der Oberliga. Am nächsten Samstag, 6. Dezember, 14 Uhr, kommt der Tabellenelfte Kehler FV. Ein Sieg wäre ein schönes Nikolausgeschenk für die Kickers-Fans. Chancenlos sind die Pforzheimer nicht, wenn sie denn als Team alle an einem Strang ziehen.

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