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Ging engagiert zur Sache: Rudi Herzog musste sich zuerst wegen der Halbzeitführung des KSC II ärgern, konnte dann in der 63. Minute aber schon wieder lächeln, als Marco Mössner das 1:1 für die SV Kickers Pforzheim erzielte.
Ging engagiert zur Sache: Rudi Herzog musste sich zuerst wegen der Halbzeitführung des KSC II ärgern, konnte dann in der 63. Minute aber schon wieder lächeln, als Marco Mössner das 1:1 für die SV Kickers Pforzheim erzielte. © PZ-news-Archiv
18.10.2014

SV Kickers Pforzheim trotzt daheim dem Favoriten KSC II ein 1:1 ab

Pforzheim. Das erste Jahr Oberliga ist kein Selbstläufer für die SV Kickers Pforzheim, doch das Team hängt sich rein und gibt nicht auf. Das hat die zweite Garnitur des Karlsruher SC erfahren müssen, die zu einem psychologisch wichtigen Moment kurz vor dem Halbzeitpfiff bei den Kickers das 1:0 erzielte und doch nicht von diesem Tiefschlag profitieren konnte. Marco Mössner erzielte noch das 1:1 und rettete den Kickers den einen Punkt fürs Unentschieden.

Vor dem Spiel war klar, wie der Hase läuft. Die großen Favoriten: Der bis dahin auf dem dritten Oberliga-Platz liegende KSC II mit rund zwei Punkten pro Spiel. Die großen Außenseiter: Aufsteiger SV Kickers Pforzheim auf Platz 13 und mit nur rund einem Punkt pro Spiel nicht unbedingt mit Siegchancen behaftet. Am Ende können die SV-Fans aufatmen. Ihre Pforzheimer Kickers werden in der Oberligatabelle nicht weiter nach unten durchgereicht, denn sie haben dem Favoriten erfolgreich ein Bein gestellt.

Im Kampf um den Abschied aus dem Tabellenkeller zählt jeder Punkt. Vor allem, wenn er gegen Favoriten erzwungen wird. Das gibt Selbstvertrauen. Dabei hatte es gar nicht gut für die Kickers ausgesehen. Als sich alle schon nach der Halbzeitpause sehnten, erzielte Marcel Mehlem das 1:0 für den KSC II. Was für ein Schock. Mit hängenden Köpfen trabten die Pforzheimer in die Kabine.

Trainer Rudi Herzog muss wohl die richtigen Worte in der Pause gefunden haben, denn die Kickers wollten jetzt nicht die Schießbude für die Karlsruher werden. Die hatten sich vielleicht vorzeitig zurückgelehnt und die Sache nicht mehr ganz so ernst genommen. Was letztlich den Ausschlag für die Wende gab, hat keinen Einfluss auf den Punktestand. Dafür ist allein das Tor von Marco Mössner in der 63. Minute maßgeblich. Er kam erst in der 33. Minute für Tim Kappler aufs Feld. Sein Treffer ließ die SV-Fans auf der Wilferdinger Höhe jubeln und Trainer Rudi Herzog mal wieder lächeln.

Beim KSC II gab es danach noch zwei Wechsel, doch das Ergebnis blieb unverändert bis zum Schluss.

Angesichts der Ausgangssituation darf man beim SV den Punktgewinn als Erfolg verbuchen, auch wenn mancher noch von einem späten Sieg geträumt hat. Können die Kickers noch in mehr solcher Spiele punkten, kann es am Saisonende durchaus mit dem Klassenverbleib in der Oberliga klappen.