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Fokussiert bleiben will der FC Nöttingen auch im letzten und bedeutungslosen Spiel der Oberliga gegen Hollenbach, so wie hier Holger Fuchs (Mitte), der beim 3:0-Sieg im Hinspiel per Kopf das Tor zum 2:0 erzielte.
Fokussiert bleiben will der FC Nöttingen auch im letzten und bedeutungslosen Spiel der Oberliga gegen Hollenbach, so wie hier Holger Fuchs (Mitte), der beim 3:0-Sieg im Hinspiel per Kopf das Tor zum 2:0 erzielte.
19.05.2016

Saisonabschluss: Nöttingen muss gegen Hollenbach ran - Relegation im Fokus

Remchingen-Nöttingen. Wenn der FC Nöttingen am Samstag den FSV Hollenbach im Panoramastadion empfängt (Anpfiff: 15.30 Uhr), ist die Luft in Sachen Oberliga-Tabelle längst raus. Der FC Nöttingen wird die Saison als Tabellenzweiter abschließen, das steht fest. Und dennoch gilt es, die Spannung hochzuhalten, den Rhythmus zu wahren. Denn nur fünf Tage später beginnt für die Lila-Weißen mit dem Heimspiel gegen den Hessen-Vertreter die Aufstiegsrunde zur Regionalliga.

Deshalb will Trainer Gerd Dais gegen Hollenbach morgen auch keine B-Elf auf den Platz schicken. „Wir werden keine komplett andere Mannschaft aufbieten“, sagt er. Es mache wenig Sinn, fünf Tage vor einem Entscheidungsspiel alles über den Haufen zu werfen.

Auch Verschnaufpausen

Zugleich will Gerd Dais einigen seiner Spieler auch eine verdiente Verschnaufpause gönnen. Dazu wird der FCN-Coach am Samstag sein Auswechselkontingent voll ausschöpfen und einige seiner besonders strapazierten Kicker vermutlich nur eine Halbzeit lang aufbieten.

So läuft die Relegation

Die Konzentration beim FC Nöttingen gilt bereits den Aufstiegsspielen zur Regionalliga. Und da wird es beim Duell mit dem SC Hauenstein ein Treffen mit einem Weltmeister und ein interessantes Wiedersehen geben. Beim Vizemeister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist nämlich Jürgen Kohler aus dem deutschen WM-Team von 1990 Trainer. Und im Mittelfeld der Pfälzer spielt Riccardo di Piazza, der jahrelang das Nöttinger Trikot trug. Die Termine für die Aufstiegsrunde stehen bereits fest, der dritte Teilnehmer allerdings noch nicht. In der Hessenliga streiten am letzten Spieltag noch der Teutonia Watzenborn-Steinberg (65 Punkte) und Rot-Weiß Frankfurt (64) um Platz eins und zwei. Beide haben gegen den KSV Baunatal und den FC Eschborn lösbare Heimaufgaben. Der hessische Vizemeister ist dann im ersten Aufstiegsspiel am Donnerstag, 26. Mai, um 14.00 Uhr zu Gast beim FC Nöttingen. Gewinnt der FCN nicht, bestreitet er die zweite Partie am Mittwoch, 1. Juni, um 19.00 Uhr in Hauenstein. Gewinnt Nöttingen aber zum Auftakt, geht es erst am Samstag, 4. Juni, um 14.00 Uhr zum entscheidenden Spiel in die Pfalz. Verliert hingegen der Hessenvertreter das Auftaktspiel in Nöttingen, hat er in der zweiten Partie Heimrecht gegen Hauenstein, ansonsten ist das die dritte Partie.

Am Ende der Dreierrunde kann es zu engen Entscheidungen kommen. Nach den vorgestellten Regularien entscheiden über den Aufsteiger zunächst die Punkte, dann die Tordifferenz, die Zahl der erzielten Tore, der direkte Vergleich und die auswärts erzielten Treffer. Möglich sind beim dritten Spiel auch Verlängerung und ein Elfmeterschießen, falls es nur noch zwischen diesen beiden Teams um den Aufstieg geht.

Sollten am Ende alle drei Teams punkt- und torgleich sein, ist sogar ein Losentscheid möglich. ok

 Die eine oder andere Umstellung wird aber auch erzwungen werden. Simon Frank ist nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel in Sandhausen gesperrt. Auf seiner Position als Linksverteidiger soll Nachwuchsmann Niklas Kolbe ran. „Er hat zuletzt fleißig und engagiert trainiert“, so Gerd Dais. Mario Hohn wäre auch eine Option, doch der hatte zuletzt ebenfalls pausieren müssen. Aus der Offensivabteilung hatte sich zu Wochenbeginn Eray Gür krank vom Training abgemeldet. Ob er bis zum Samstag schon wieder fit ist, bleibt abzuwarten.

Eigentlich hätten die Nöttinger ihr Spiel gegen Hollenbach gerne auf den Freitagabend vorverlegt. Dann hätte man vor dem ersten Aufstiegsspiel gegen den Vertreter aus Hessen (siehe Kasten) einen Tag mehr Zeit zur Regeneration gehabt. Mit Hollenbach hatte sich FCN-Boss Dirk Steidl auch schon geeinigt und die Vorverlegung sogar gemeldet, doch dann spielte der Verband nicht mit. Im Sinne der Chancengleichheit sollten in allen an der Aufstiegsrunde beteiligten Mannschaft ihr letztes Punktspiel am gleichen Termin absolvieren. So bleibt es beim Samstagstermin.

PZ-news wird mit einem Liveticker vom Spiel gegen Hollenbach berichten.