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TGS Pforzheim

Erfolgreichster Torschütze im Team der TGS Pforzheim: Rechtsaußen Marco Kikillus will auch in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison der 3. Liga sein Visier ganz genau einstellen. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Erfolgreichster Torschütze im Team der TGS Pforzheim: Rechtsaußen Marco Kikillus will auch in der am kommenden Wochenende beginnenden Saison der 3. Liga sein Visier ganz genau einstellen. Foto: Hennrich, PZ-Archiv
Der Trainer und die Neuen: Andrej Klimovets (2. von links) mit Patrick Zweigner, Roy James und David Kautz (von links). Es fehlt Yanez Kirschner. Foto: Mildenberger
Der Trainer und die Neuen: Andrej Klimovets (2. von links) mit Patrick Zweigner, Roy James und David Kautz (von links). Es fehlt Yanez Kirschner. Foto: Mildenberger
22.08.2018

Saisonstart am Sonntag: TGS Pforzheim freut sich auf super starke 3. Liga

Pforzheim. Nach dem Aufstieg im Jahre 2013 geht die TGS Pforzheim in ihre sechste Drittliga-Saison. Eine Bilanz, auf die man stolz sein kann. Die neue Saison beginnt für die „Herzblut-Handballer“, wie sie sich gerne nennen, am Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei der HBW Balingen-Weilstetten II (17.00 Uhr). Sie hat es in sich. Experten sprechen von der stärksten 3. Liga in Deutschland.

Vier gibt es insgesamt. Mit der HSG Konstanz und der SG Saarlouis landeten zwei Absteiger aus der 2. Liga in der 3. Liga Süd. Das Spitzenduo der vergangenen Saison, Meister Salamander Kornwestheim und der Zweite, TSB Heilbronn-Horkheim, verzichtete auf das Aufstiegsrecht. „Diese Liga ist der Hammer“, meint Andre Melchert, der Sportliche Leiter des Topfavoriten aus Konstanz.

Eine Einschätzung, die Andrej Klimovets teilt. Der Weißrusse mit deutschem Pass, Handball-Weltmeister 2007, trainiert die TGS seit 2013 und ist maßgeblich am Aufschwung beteiligt. „Ja, die Liga ist wirklich super stark. Viele Mannschaften haben sich gut verstärkt. Ich freue mich deshalb sehr auf die neue Saison“, sagt der Coach, der vor wenigen Tagen 44 Jahre alt geworden ist. Fit ist er immer noch, weshalb er auch in der vergangenen Saison hin und wieder in der Abwehr, ausgeholfen hat. „Eigentlich möchte ich das nicht mehr. Wenn wir kein Verletzungspech haben, könnte es diesmal klappen“, hofft Klimovets.

Breiter aufgestellt

Der neue Kader der TGS ist breiter aufgestellt, als im vergangenen Jahr. Drei Rückraumspieler wurden geholt. Roy James (22) vom TV Hochdorf, Yanez Kirschner (25) vom BSV Phönix Sinzheim und Patrick Zweigner (28) von den Rhein-Neckar Löwen II. Kirschner hat sich am Ellbogen verletzt und wird noch drei Wochen fehlen.

James und Zweigner brennen auf den ersten Einsatz. James ist ein Allrounder. „Er ist sehr schnell und hat einen guten Wurf“, freut sich Andrej Klimovets über die Verstärkung. James wohnt in Hockenheim und wurde im Jugend-Internat der Rhein-Neckar Löwen ausgebildet. Sein Vater Benjamin James war übrigens nigerianischer Fußball-Nationalspieler. Er wohnt in Mannheim und ist Trainer bei den Fußball-Junioren der TSG Hoffenheim, aktuell Co-Trainer der U15.

Als sich Roy James mit 13 entscheiden musste, ob er Fußball oder Handball spielt, entschied er sich überraschend für Handball. Er spielte für die zweite Mannschaft der Löwen und wechselte nun, nach einem einjährigen Intermezzo beim TV Hochdorf, nach Pforzheim. „Ich kannte da schon immer viele Spieler. Das ist ein toller Verein“, sagt James, der mit seiner offenen und freundlichen Art das Zeug hat, bei der TGS Publikumsliebling zu werden.

Familiäres Umfeld

Persönliche Kontakte waren auch bei Patrick Zweigner der Grund, von den Junglöwen zur TGS zu wechseln. Der Linkshänder ist mit einer Pforzheimerin verheiratet und schätzt das familiäre Umfeld bei der TGS. „Er ist sehr schnell, gut in der Abwehr und passt in unser System“, freut sich Trainer Klimovets über den Neuen, der in Karlsdorf-Neuthard mit seinem Vater eine physiotherapeutische Praxis betreibt.

Neu im Kader der ersten Mannschaft ist auch David Kautz aus der eigenen A-Jugend, ein sehr talentierter Spieler, der auf Linksaußen ins Drittliga-Team schnuppern soll. Überhaupt will man bei der TGS auch in dieser Saison wieder versuchen, Talente aus dem eigenen Stall ins Team zu integrieren. „Sie brauchen Zeit, aber wir versuchen es selbstverständlich“, verspricht Klimovets.

Während TGS-Handball-Chef Wolfgang Taafel mit der neuen Mannschaft gerne im vorderen Drittel mitmischen möchte, nennt Trainer Klimovets kein Saisonziel. „Ich denke nur von Spiel zu Spiel. Ich will jedes Spiel gewinnen. Wenn wir das schaffen, sind wir oben dabei“, grinst der Trainer verschmitzt.

Florian Taafel wieder fit

Optimistisch stimmt den Coach, dass Kapitän Florian Taafel, der in der vergangenen Saison lange verletzt ausfiel, wieder topfit ist. Bauen können die Wartberger auch wieder auf Marko Kikillus, der in der vergangenen Saison mit 218 Toren (davon 84 Siebenmeter), auf Platz zwei der Torjägerliste in der 3. Liga landete, hinter Peter Jungwirth (Kornwestheim) mit 274 Toren (davon 116 Siebenmeter). Damit erzielte er schon zum zweiten Mal in Folge mehr Saisontreffer als der langjährige TGS-Top-Torjäger Florian Taafel.