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Vom Frankenland ins Schwabenland: Nürnbergs Fabian Bredlow wurde vom VfB verpflichtet und kämpft nun um einen Stammplatz im Tor der Stuttgarter.  Foto: dpa 
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Noch ist unklar, ob Abwehrspieler Timo Baumgartl bei den Schwaben bleibt.  Foto: dpa 
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Hat starke Konkurrenz auf seiner Position: Santiago Ascacibar.  Foto: dpa 
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Trotz Neuzugang Hamadi Al Ghaddioui bleibt der VfB-Sturm eine Baustelle.  Foto: dpa 

Saisonstart in fünf Wochen: Die Baustellen des VfB Stuttgart

Stuttgart. Am Tag nach dem ersten Training unter der Regie von Coach Tim Walter hat der VfB Stuttgart einen neuen Torhüter präsentiert. Mit der Verpflichtung von Fabian Bredlow dürfte die Planung nach dem Abschied von Ron-Robert Zieler aber auch auf der Torhüterposition noch nicht abgeschlossen sein. Die Schwaben haben noch Bedarf. Und die Zeit drängt, um nach den weiteren Zugängen von Philipp Klement, Atakan Karazor, Pascal Stenzel, Mateo Klimowicz und Hamadi Al Ghaddioui weitere Spieler zu holen: Schon in fünf Wochen geht es in der 2. Fußball-Bundesliga los.

Die einzelnen Mannschaftsteile des VfB Stuttgart im Überblick:

Tor:

Ein Wunsch der Verantwortlichen erfüllte sich. Schon vor dem Start ins erste Trainingslager am Sonntagabend unterschrieb Fabian Bredlow vom 1. FC Nürnberg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Auf dieser Position herrschte dringender Bedarf, denn es fehlt nach Zielers Rückkehr zu Hannover 96 eine neue Nummer eins. Der 24 Jahre alte frühere U-20-Nationalspieler Bredlow wird wahrscheinlich nicht der einzige Zugang auf dieser Position bleiben. Verschiedene Namen wurden in der Vergangenheit gehandelt: Marvin Schwäbe von Bröndby IF, Markus Schubert von Dynamo Dresden und Gregor Kobel von der 1899 Hoffenheim. Das Anforderungsprofil? „Dass er mutig ist, teilweise verrückt“, sagte Trainer Tim Walter.

Abwehr:

Auch in der Defensive gibt es noch viele Fragezeichen. Zum Beispiel, wie es mit Holger Badstuber, Marc-Oliver Kempf oder U-21-Nationalspieler Timo Baumgartl weitergeht. Alle drei haben zwar noch einen Vertrag, ob sie sich mit der 2. Liga anfreunden können oder wollen, haben sie aber noch nicht gesagt. Ziemlich sicher ist dagegen, dass der 19-jährige Ozan Kabak die Schwaben nach einem halben Jahr wieder verlässt. Für das türkische Talent gibt es einige Interessenten, zudem besitzt Kabak eine Ausstiegsklausel. Der einst teuerste Spieler der Vereinsgeschichte, Pablo Maffeo, hat den Club bereits am Donnerstag auf Leihbasis in Richtung FC Girona verlassen. Auf der Rechtsverteidigerposition könnte der VfB also noch einmal nachrüsten, da auch Andreas Beck nicht mehr zum Kader zählt.

Mittelfeld:

Atakan Karazor und Philipp Klement könnten zentrale Bausteine im System des neuen Trainers werden. Walter kennt Karazor bereits aus gemeinsamen Zeiten bei Holstein Kiel. Der 22-Jährige passt ebenso zur ballbesitzorientierten Spielweise wie der technisch versierte Gonzalo Castro, den der VfB gerne halten möchte. Der nach seiner Leihe vorzeitig von Arminia Bielefeld zurückgeholte Roberto Massimo dürfte wie der ebenfalls 18-jährige Klimowicz vorerst Ergänzungsspieler sein. Abzuwarten bleibt, ob Santiago Ascacibar den Verein verlassen wird, weil er Rückkehrer Orel Mangala als ernsthaften Konkurrenten bekommen wird. Daniel Didavi hatte schon früh gesagt, dass er bleiben will.

Sturm:

Eine Baustelle – trotz der Verpflichtung des Regensburgers Hamadi Al Ghaddioui, der nun neben Anastasios Donis, Mario Gomez und Nicolas Gonzalez derzeit für den Angriff zur Verfügung steht. Ob der 28 Jahre alte Deutsch-Marokkaner zur 1a-Lösung taugt? Klar ist: Gonzalez soll trotz unglücklicher Saison gehalten werden, Gomez will bleiben. Für Donis soll es dagegen Interessenten auch aus der Bundesliga geben.