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Die Sanierung im Stadion Brötzinger Tal wird teurer, als geplant, vor allem wegen zusätzlicher Ausgaben für das Clubhaus (rechts).
12.05.2016

Sanierung im Brötzinger Tal wird rund 300 000 Euro teurer

Die Sanierung der Sportstätte des 1. CfR Pforzheim im Brötzinger Tal ist ein Dauerthema in den Gremien der Stadt Pforzheim. Gestern musste sich der Sportauschuss unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Monika Müller wieder einmal mit der Baumaßnahme beschäftigen.

Bildergalerie: Umbau im Brötzinger Tal: So sieht es bisher aus

Wie bereits im Februar bekannt geworden war (die PZ berichtete), verteuert sich die Maßnahme um 300 000 bis 350 000 Euro. Die Gründe hierfür sind nachträglich verschärfte Forderungen des Baurechtsamtes im Bereich Brandschutz sowie ein Aufzug im Clubhaus und eine Vergrößerung des Hauptspielfeldes, weil das Stadion auch für Rugby und American Football geeignet sein soll.

Für das Clubheim war ein vorläufiger Baustopp verhängt worden. „Wir mussten die Notbremse ziehen“, erklärte Markus Geiser. Der Vorstandsvorsitzende des CfR erläuterte ausführlich die Ursachen für die Mehrkosten und zeigte auch auf, wie man durch Einsparungen den finanziellen Rahmen (rund drei Millionen Euro) einzuhalten gedenke. „Wir haben eine große Kompensationsmöglichkeit, und das ist, wenn wir Platz zwei nicht als Kunstrasen ausbauen“, so Geiser. Weil dies eine wesentliche Änderung der gesamten Baumaßnahme, die mit dem Spatenstich im Mai 2013 begann, sein würde, müsste der Gemeinderat erneut darüber abstimmen, erklärte Claudia Schlütter, die Amtsleiterin vom städtischen Amt für Bildung und Sport.

Weiteres Einsparpotenzial sieht Geiser bei der Verpachtung des Clubhauses. Hier stehe man kurz vor dem Abschluss eines Pachtvertrages. Im Raum steht, dass der Pächter bei der Inneneinrichtung des Clubhauses Investitionen nach seinen Vorstellungen tätigt. Im Gegenzug könne man vielleicht die Pacht mindern oder eventuell für eine gewisse Zeit auf die Pacht verzichten. „Wir drehen jeden Stein um, um den Etat zu entlasten“, versprach Markus Geiser. So wolle man auch das Maß an Eigenleistungen durch die Mitglieder des CfR bei den Sanierungsarbeiten erhöhen.

Geld in die Kasse der Stadt könnte auch durch die Regressforderung gegen die im November des vergangenen Jahres abgelöste Bauleitung fließen. Dieser werden Versäumnisse bei der Bauleitung vorgeworfen. „Eigentlich planen wir mit diesem Geld nicht“, erklärte Markus Geiser. Auf Nachfragen durch verschiedene Ausschussmitglieder nannte er aber einen Betrag von 30 000 bis 50 000 Euro der realistischerweise herauskommen könnte.

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