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Dennis Kempe, Sascha Traut und Dimitris Diamantakos (von links) vom Karlsruher SC müssen nach den Spielen gerade mehr diskutieren als ihnen lieb ist. Sascha Traut dürfte am Samstag erstmals wieder nach langer Pause in der Startelf stehen. Fällt dann mal wieder ein KSC-Sieg? Foto: dpa
Dennis Kempe, Sascha Traut und Dimitris Diamantakos (von links) vom Karlsruher SC müssen nach den Spielen gerade mehr diskutieren als ihnen lieb ist. Sascha Traut dürfte am Samstag erstmals wieder nach langer Pause in der Startelf stehen. Fällt dann mal wieder ein KSC-Sieg? Foto: dpa
09.12.2015

Sascha Traut vom KSC: „Es wird Zeit, dass wir gewinnen“

Im PZ-Interview erzählt Sascha Traut vom Karlsruher SC, wie es sich anfühlt, nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stehen zu können. Er wird im nächsten Spiel gegen Greuther Fürth auf viele alte Bekannte treffen, was ihn besonders motiviert.

PZ: Herr Traut, Enrico Valentini ist gegen Greuther Fürth gesperrt, daher werden Sie am Samstag wohl erstmals nach fast 16 Monaten in der ersten Elf des KSC stehen. Des einen Leid, des anderen Freud?

Sascha Traut: So es so kommt, ist es für mich eine Chance, dass ich vielleicht endlich wieder ein Spiel von Beginn an machen darf. Unglücklich, dass es auf diesem Weg passiert, dass Enrico gesperrt ist. Aber so ist Fußball.

PZ: Sie müssen richtig, richtig gut spielen, um in der Startelf zu bleiben. Das bedeutet doch enorm viel Druck ...

Sascha Traut:Falls ich die Chance bekomme, freue ich mich auf diesen Einsatz und gebe Gas, damit wir gewinnen. An mehr denke ich nicht.

PZ: Beim Gegner spielt Sebastian Freis sehr erfolgreich in der Offensive. Der kommt oft über links, trifft dann auf Sie …

Sascha Traut:Richtig. Und auch darauf freue ich mich, denn ich kenne Sebastian gut – er mich allerdings auch. Wir haben in der Jugend beim KSC viele Jahre zusammengespielt. Das wird sicher interessante Duelle geben. Ich kenne auch das gegnerische Trainerteam aus der gemeinsamen Aalener Zeit. Auf Leute zu treffen, die man kennt, ist immer schön. Das motiviert mich, darauf freue ich mich.

PZ: Sie kamen im Zweitliga-Spiel n Bielefeld 21 Minuten zum Einsatz. Können Sie erklären, wie es passieren kann, dass das lange bessere Team den Faden derart verliert, dass man am Ende null Punkte mitnimmt?

Sascha Traut: Das ist schwer zu sagen. Es traf der alte Fußballspruch zu: Wenn man die Chancen vergibt, dann rächt sich das. Es war schon gegen Leipzig so, dass wir gute Gelegenheiten hatten, die vergaben und am Ende mit leeren Händen dastanden. Dass wir gegen Bielefeld sogar eine Führung verspielt haben, ist besonders bitter. Wir hätten diese Partie schon zur Halbzeit entschieden haben können.

PZ: Dann ist es gegen Greuther Fürth ja ganz einfach: Die Chancen nutzen und der Sieg ist sicher.

Sascha Traut: Wenn man die Chancen nutzt, ist das auf jeden Fall die Basis, um den Dreier zu holen. Wir werden das mit voller Konzentration angehen. Wir waren spielerisch zuletzt stark, das macht uns zuversichtlich. Es wird Zeit, dass wir gewinnen – und dafür geben wir alles.

PZ: Ist das Spiel gegen Greuther Fürth schon eine Art Schlüsselspiel, das man gewinnen muss?

Sascha Traut:Schlüsselspiel ist etwas hochgegriffen. Aber wir sollten gewinnen, damit wir nicht weiter nach unten abrutschen. Das wissen alle. Wir müssen den Dreier holen – egal wie wir spielen, ob gut oder schlecht. Die drei Punkte müssen her.