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03.12.2012

Schiedsrichter als Buhmann

Hart aber fair ging es in der Oberliga-Partie Nöttingen gegen Singen zu. Schiedsrichter Tobias Endriß aus Bad Ditzenbach hatte das Spiel weitestgehend im Griff.

Nur eine Szene brachte Singens Trainer Daniel Weiser auf die Palme: In der 76. Minute, beim Stand von 3:1 für Singen, ging der Gegenspieler von Nöttingens Sascha Paseka, Rahman Soyudogru, plötzlich zu Boden und blieb dort gefühlte fünf Minuten liegen. Trotz Protesten der Singener Akteure ließ der Unparteiische weiterspielen. Offensichtlich unterstellte er dem Stürmer Schauspielerei und Zeitspiel. Da rastete Singens Timo Scherer – kurz zuvor eingewechselt – aus und senste Marcel Rapp in einem Zweikampf brutal um. Klare Rote Karte (82.). „Ich weiß nicht, was den Schiedsrichter da geritten hat“, sprach

Daniel Weiser hinterher die Aktion im Mittelfeld an. „Steh auf, da ist nichts“, soll der Unparteiische zu seinem Spieler gesagt haben. „Dabei ist unser Spieler im Rasen umgeknickt“, erklärte Weiser. Wie dem auch sei. Sollte es tatsächlich Zeitspiel gewesen sein, ging der Schuss nach hinten los. Denn die fünf Minuten Nachspielzeit und die Überzahl nutzte Nöttingen noch zum 3:3-Ausgleich. dom