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Die 0:3-Niederlage des FC Nöttingen in Freiburg schlägt weiter hohe Wellen. Jetzt hat sich der Badische Fußball-Verband zu den Vorwürfen der Nöttinger geäußert. Hier zeigt Schiedsrichter Tobias Fritsch dem Nöttinger Mario Bilger (verdeckt) die rote Karte. Foto: Eibner
Die 0:3-Niederlage des FC Nöttingen in Freiburg schlägt weiter hohe Wellen. Jetzt hat sich der Badische Fußball-Verband zu den Vorwürfen der Nöttinger geäußert. Hier zeigt Schiedsrichter Tobias Fritsch dem Nöttinger Mario Bilger (verdeckt) die rote Karte. Foto: Eibner
03.12.2015

Schiri-Schelte des FC Nöttingen schlägt weiter hohe Wellen

Die 0:3-Niederlage des Oberliga-Spitzenreiters FC Nöttingen beim Freiburger FC erregt weiter die Gemüter. Nachdem sich der FC Nöttingen massiv über die Einteilung von Schiedsrichter Tobias Fritsch und dessen Leistung beschwert hatte, melden sich jetzt der Badische Fußballverband (BFV) und der Freiburger FC zu Wort.

In einer Stellungnahme kritisiert der BFV den FC Nöttingen: „Der Badische Fußballverband zeigt sich überrascht über die Aussagen der Verantwortlichen des FC Nöttingen (FCN) zum Oberligaspiel am vergangenen Wochenende gegen den Freiburger FC. Der BFV stellt klar, dass die spieltechnische Verantwortung für die Oberliga Baden-Württemberg in den Händen des Württembergischen Fußballverbandes liegt, der auch für die Schiedsrichteransetzung verantwortlich zeichnet. Die Absetzung des ursprünglich eingeteilten Schiedsrichters erfolgte auf Antrag des FCN, dem vom badischen Schiedsrichterobmann Rolf Karcher zugestimmt wurde. Die Mutmaßungen und Behauptungen gegenüber Rolf Karcher sind aus unserer Sicht völlig haltlos.“

Weil der FCN den ursprünglich eingeteilten Schiedsrichter Simon Karcher ablehnte und mit Schiri-Obmann Rolf Karcher und dem dann zugeteilten Schiedsrichter Tobias Frisch seit einiger Zeit im Clinch liegt, vermutet man in Nöttingen eine Retourkutsche.

Darüber schüttelt man in Freiburg den Kopf. In der „Badischen Zeitung“ sagt FFC-Trainer Ralf Eckert: „Wir haben besser gespielt, und die Nöttinger haben sich nicht benommen. Darum haben sie verloren.“ Dass Schiedsrichter Tobias Fritsch aus Bruchsal den Nöttingern eine gelb-rote und zwei rote Karten gezeigt hat, sind aus FFC-Sicht „alles durchaus nachvollziehbare Entscheidungen“, heißt es in dem Artikel weiter.

Fußball gespielt wird auch noch beim FC Nöttingen. Am Samstag erwartet der Oberliga-Primus zum letzten Spiel eines denkwürdigen Fußball-Jahres im heimischen Panoramastadion den FC Villingen (14.00 Uhr). Nach den drei Platzverweisen in Freiburg muss Trainer Michael Wittwer auf die gesperrten Mario Bilger, Simon Frank und Leutrim Neziraj verzichten. Für sie rücken voraussichtlich Michael Schürg, Mario Hohn und Colin Bitzer oder Reinhard Schenker in die Startformation. „Jetzt erst recht“, sagt Michael Wittwer und fordert nach der denkwürdigen Partie im Breisgau einen Sieg seiner Mannschaft. „Wir wollen mit einem Erfolg in die Winterpause und den Vorsprung vor Ulm halten.“

Nach dem Spiel gibt es am Sonntagmorgen ein gemeinsames Frühstück der Mannschaft. Dann geht es in den wohl verdienten Urlaub. Trainingsauftakt im neuen Jahr ist am 13. Januar.