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Ihre Standfestigkeit muss die Abwehr der SG Pforzheim/Eutingen auch im letzten Spiel vor der kurzen Weihnachtspause unter Beweis stellen. Am Samstag ist die SG Köndringen/Teningen im Verfolgerduell zu Gast in der Bertha-Benz-Halle. Foto: PZ-Archiv/Becker

Schlagabtausch der Handball-Seriensieger: Köndringen/Teningen bei SG Pforzheim/Eutingen

Pforzheim. Zum Jahresabschluss steigt in der Handball-Oberliga der Männer mit dem Verfolgerduell zwischen dem Tabellenzweiten SG Pforzheim/Eutingen und dem Dritten SG Köndringen/Teningen am Samstag um 20 Uhr in der Bertha-Benz-Halle noch einmal ein Hammerspiel.

Dabei prallen die beiden Mannschaften mit den aktuell besten Erfolgsserien aufeinander. Während die gastgebenden Pforzheimer der Niederlage gegen Söflingen sechs siegreiche Spiele und die lupenreine Bilanz von 12:0-Punkten folgen ließen, ist der Kontrahent aus dem Breisgau nach seinem 2:8-Fehlstart sogar neun Spiele mit einer Serie von 17:1-Punkten unbesiegt.

Schnell zurück in 3. Liga

Der furiose 26:16-Sieg der Eutinger im Hinspiel fällt in die missglückte Startphase der Südbadener, während der sich die Breisgauer nach dem Abstieg aus der 3. Liga und dem Abgang von Leistungsträgern wie Torjäger Zipf erst noch neu finden mussten. Unter dem alten Trainerfuchs, dem Dänen Ole Anderson, ist das Ziel nach wie vor die schnelle Rückkehr in die 3. Liga, in der die Südbadener über lange Jahre sogar im oberen Tabellenbereich mitmischten.

Mit den jungen Jan-Philipp Valda und Alexander Vele, Maurice Bührer sowie dem Slowaken Joszef Hantak verfügt Köndringen über einen Rückraum, der mit High-Speed-Handball vor allem auch mit der zweiten Welle konsequent punktet. Außerdem verfügt Köndringen/Teningen mit Axel Simak über einen wendigen und torgefährlichen Kreisläufer. Maurice Bührer war mit einer Nasenbeinverletzung zuletzt außer Gefecht, sollte am Samstag aber die Abwehr wieder verstärken. Insgesamt haben die Südbadener den fünftbesten Angriff der Liga.

Im Lager der Gastgeber weiß man um die Schwere der Aufgabe. Den Fehler, den Gast am einseitigen Verlauf der Vorrundenbegegnung zu messen, wird in Pforzheim niemand machen. Lieber setzt man auf die mit Abstand beste Abwehr der Liga.

Gestärktes Selbstbewusstsein

Auch deshalb werden Julian Broschwitz und seine Mitstreiter mit Gelassenheit an das Schlüsselspiel herangehen. Die Erfolgsserie hat das Selbstvertrauen gestärkt und die Mannschaft wachsen lassen. Wichtig war zuletzt in Zizishausen die Erfahrung, dass man auch deutliche Rückstände mit Willen und Einsatz noch umbiegen kann. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung will man am Samstag auch die ganz hohe Hürde gegen die erfahrenen Südbadener überspringen. Daran ändert auch die Tatsache, dass die Personaldecke verletzungsbedingt dünn bleibt, nichts.